schummeln
Bei einem Spiel, einem Test oder einem Wettbewerb die Regeln verletzen, um sich auf unfaire Weise einen Vorteil zu verschaffen.
Mein kleiner Bruder versucht immer, beim Kartenspielen zu schummeln.

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Bei einem Spiel, einem Test oder einem Wettbewerb die Regeln verletzen, um sich auf unfaire Weise einen Vorteil zu verschaffen.
Mein kleiner Bruder versucht immer, beim Kartenspielen zu schummeln.

Wenn man sagen möchte, in welcher Situation jemand schummelt, verwendet man die Präposition „bei“ mit Dativ. Dies gilt für beide Bedeutungen des Wortes.
Er wurde erwischt, als er bei der Prüfung geschummelt hat.
„Schummeln“ wird meist für kleinere, nicht sehr schlimme Regelverstöße im Alltag verwendet. Es klingt oft harmloser und kindlicher als das Wort „betrügen“.
Komm schon, beim Monopoly darf man doch mal ein bisschen schummeln!
Der Kontext macht klar, welche Bedeutung gemeint ist. Wörter wie „Spiel“, „Test“ oder „Karten“ deuten auf unfaire Vorteile hin. Wörter wie „Alter“, „Größe“ oder „Gewicht“ deuten auf kleine Unwahrheiten über sich selbst hin.
Niemand mag es, wenn Mitspieler beim Kartenspiel schummeln.
„übertreiben“ und „schummeln“ können sich beide auf ungenaue oder unehrliche Aussagen beziehen. „übertreiben“ bedeutet, dass man etwas größer, schlimmer oder wichtiger darstellt, als es wirklich ist. „schummeln“ bedeutet dagegen, dass man Regeln verletzt oder kleine Unwahrheiten sagt, um besser dazustehen oder einen Vorteil zu bekommen. Man kann beim Alter oder Gewicht schummeln, indem man leicht über- oder untertreibt. Verwechselbar sind die Wörter, weil beide mit Wahrheit zu tun haben. Der wichtige Unterschied ist: Bei „übertreiben“ geht es um die Größe der Darstellung, bei „schummeln“ um Unehrlichkeit oder Regelbruch.

Nele schummelt bei der Bewerbung und macht ihre Erfahrung größer, als sie ist.
Nach dem Unfall hat Paul die Gefahr ein bisschen übertrieben.