Das Gefühl des Mitleids mit sich selbst, oft als übertrieben oder passiv empfunden. Es beschreibt den Zustand, in dem man sich selbst bemitleidet und sich in seinem eigenen Leid suhlt.
beispiel
Anstatt in Selbstmitleid zu versinken, solltest du aktiv nach einer Lösung suchen.
Tipps
Wortzusammensetzung
Das Wort ist eine klare Zusammensetzung aus „Selbst-“ und „Mitleid“. Es bedeutet also wörtlich „Mitleid mit sich selbst“, was die Bedeutung sehr transparent macht.
BEISPIEL
Sein Selbstmitleid war für seine Freunde nur schwer zu ertragen.
Typische Verbindungen
„Selbstmitleid“ wird oft mit Verben kombiniert, die ein passives Versinken beschreiben. Typische Wendungen sind „in Selbstmitleid versinken“, „sich in Selbstmitleid suhlen“ oder „in Selbstmitleid zerfließen“.
BEISPIEL
Nach der Trennung versank er wochenlang in Selbstmitleid.
Negative Konnotation
Dieses Wort hat fast immer eine negative Bedeutung. Es impliziert, dass die Person ihr Leid übertreibt und sich passiv ihrem Schicksal hingibt, anstatt nach einer Lösung zu suchen.
BEISPIEL
Ihre ständigen Klagen klangen für mich nur nach Selbstmitleid.
Vergleichen mit
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Selbstmitleid vs Mitleid
„Mitleid“ und „Selbstmitleid“ haben beide mit Leid und Mitgefühl zu tun. Der wichtige Unterschied ist die Richtung des Gefühls. „Mitleid“ richtet sich auf eine andere Person: Man fühlt mit ihr, weil es ihr schlecht geht. „Selbstmitleid“ richtet sich auf sich selbst: Man bemitleidet sich selbst, oft so, dass es passiv oder übertrieben wirkt. Lernende können die Wörter verwechseln, weil in beiden „Mitleid“ steckt. Praktisch hilft: Mit anderen hat man Mitleid, mit sich selbst verfällt man in Selbstmitleid.
Selbstmitleid
Nach der schlechten Note blieb Tom den ganzen Abend in seinem Selbstmitleid hängen.
Mitleid
Im Krankenhaus zeigte die Ärztin viel Mitleid mit dem verletzten Kind.