
sesshaft
An einem festen Ort wohnend und nicht ständig umziehend. Bezeichnet eine Lebensweise mit einem festen Wohnsitz.
Nach vielen Jahren des Reisens wollte er endlich sesshaft werden und eine Familie gründen.
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An einem festen Ort wohnend und nicht ständig umziehend. Bezeichnet eine Lebensweise mit einem festen Wohnsitz.
Nach vielen Jahren des Reisens wollte er endlich sesshaft werden und eine Familie gründen.

In der Geschichte und Anthropologie beschreibt es den Übergang von nomadischen Kulturen zu Gesellschaften mit festen Siedlungen und Ackerbau.
Die neolithische Revolution führte dazu, dass die Menschen sesshaft wurden und Dörfer gründeten.
„Sesshaft“ ist mit dem Verb „sitzen“ und dem Nomen „Sessel“ verwandt. Die Grundidee ist, dass man an einem Ort „sitzt“ und nicht mehr umherzieht.
Einige Vogelarten sind hier sesshaft und fliegen im Winter nicht in den Süden.
Das Adjektiv wird oft mit zwei Verben kombiniert: „sesshaft sein“ beschreibt den Zustand, an einem Ort zu leben, während „sesshaft werden“ den Prozess des Sich-Niederlassens beschreibt.
Er ist seit zehn Jahren in Berlin sesshaft.
Die Bedeutung erkennen Sie am Kontext. Geht es um persönliche Lebensentscheidungen (z.B. „Familie“, „Reisen“), ist die moderne Bedeutung gemeint. Geht es um Geschichte, Völker oder Ackerbau, ist die historische Bedeutung gemeint.
Mein Bruder ist ein Nomade, er war noch nie länger als zwei Jahre sesshaft.
Ansässig nennt neutral den bestehenden Wohn- oder Geschäftssitz an einem Ort. Sesshaft betont stärker, dass jemand dauerhaft an diesem festen Ort lebt und nicht ständig umzieht. Für eine formelle Ortsangabe passt ansässig, für die Beschreibung einer stabilen Lebensweise eher sesshaft.

Nach Jahren des Reisens wurde die Familie in einem kleinen Dorf sesshaft.
Viele Handwerksbetriebe sind in diesem Stadtteil ansässig.