sesshaft
An einem festen Ort wohnend und nicht ständig umziehend. Bezeichnet eine Lebensweise mit einem festen Wohnsitz.
Nach vielen Jahren des Reisens wollte er endlich sesshaft werden und eine Familie gründen.

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An einem festen Ort wohnend und nicht ständig umziehend. Bezeichnet eine Lebensweise mit einem festen Wohnsitz.
Nach vielen Jahren des Reisens wollte er endlich sesshaft werden und eine Familie gründen.

„Sesshaft“ ist mit dem Verb „sitzen“ und dem Nomen „Sessel“ verwandt. Die Grundidee ist, dass man an einem Ort „sitzt“ und nicht mehr umherzieht.
Einige Vogelarten sind hier sesshaft und fliegen im Winter nicht in den Süden.
Das Adjektiv wird oft mit zwei Verben kombiniert: „sesshaft sein“ beschreibt den Zustand, an einem Ort zu leben, während „sesshaft werden“ den Prozess des Sich-Niederlassens beschreibt.
Er ist seit zehn Jahren in Berlin sesshaft.
Die Bedeutung erkennen Sie am Kontext. Geht es um persönliche Lebensentscheidungen (z.B. „Familie“, „Reisen“), ist die moderne Bedeutung gemeint. Geht es um Geschichte, Völker oder Ackerbau, ist die historische Bedeutung gemeint.
Mein Bruder ist ein Nomade, er war noch nie länger als zwei Jahre sesshaft.
„ansässig“ und „sesshaft“ haben beide mit einem festen Ort zu tun. „ansässig“ beschreibt, wo jemand wohnt oder wo eine Firma ihren Sitz hat, oft in formellen Texten. „sesshaft“ beschreibt eher eine Lebensweise: Jemand zieht nicht ständig um, sondern lebt dauerhaft an einem festen Ort. In geschichtlichen Texten kann „sesshaft“ auch den Gegensatz zu nomadischem Leben meinen. Die Wörter können verwechselt werden, weil beide einen festen Ort ausdrücken. Für eine Adresse oder den Sitz einer Firma passt „ansässig“; für die Entscheidung, dauerhaft an einem Ort zu leben, passt „sesshaft“.

Nach vielen Jahren auf Reisen möchte Maria in Hamburg sesshaft werden.
Die Beratungsstelle ist im Zentrum der Stadt ansässig.