Auf den Geist, die Seele oder das Innere des Menschen bezogen, oft im Gegensatz zum Materiellen. Kann sich auf Religion, Philosophie oder persönliche Einkehr beziehen.
beispiel
Nach dem stressigen Jahr suchte sie nach einer spirituellen Erfahrung in einem Kloster.
Tipps
Wortfamilie
Das Wort „spirituell“ leitet sich vom lateinischen „spiritus“ ab, was „Geist“ oder „Atem“ bedeutet. Diese Herkunft hilft, die Kernbedeutung zu verstehen, die sich immer auf das Geistige oder Seelische bezieht.
BEISPIEL
Yoga ist für viele Menschen eine spirituelle Praxis.
Typische Verbindungen
In seiner Hauptbedeutung wird „spirituell“ oft mit abstrakten Nomen kombiniert. Typische Wendungen sind „eine spirituelle Suche“, „eine spirituelle Erfahrung“ oder „ein spiritueller Weg“.
BEISPIEL
Er befindet sich auf einer spirituellen Reise, um sich selbst zu finden.
Kontexthinweis
Die seltenere Bedeutung „kirchlich“ erkennen Sie am Kontext. Sie erscheint oft in formellen Texten über Religion oder Geschichte, häufig als Gegensatz zu „weltlich“ (säkular).
BEISPIEL
Im Mittelalter war die spirituelle Autorität der Kirche unangefochten.
Vergleichen mit
near_synonym · confusable
spirituell vs religiös
„religiös“ und „spirituell“ können beide mit Glauben, Sinnsuche und dem Inneren des Menschen zu tun haben. „religiös“ passt eher, wenn es um eine Religion, Gott, Gebete, Gottesdienste oder religiöse Regeln geht. „spirituell“ ist weiter und persönlicher: Es kann um Seele, Ruhe, Meditation oder eine innere Suche gehen, auch ohne feste Religion. Lernende verwechseln die Wörter, weil religiöse Menschen oft auch spirituell sind. Aber nicht jede spirituelle Person gehört zu einer Religion. Praktisch gesagt: „religiös“ klingt stärker nach Religion, „spirituell“ stärker nach persönlicher innerer Erfahrung.
spirituell
Nach dem Yoga fühlt sich Anna ruhig und spricht oft über spirituelle Erfahrungen.
religiös
Sarah besucht regelmäßig den Gottesdienst, weil sie religiös ist.