Die rechtliche Zugehörigkeit einer Person zu einem bestimmten Staat, die mit Rechten und Pflichten verbunden ist. Man spricht auch von Staatsangehörigkeit.
beispiel
Nachdem sie zehn Jahre in dem Land gelebt hatte, beantragte sie die deutsche Staatsbürgerschaft.
Tipps
Wortzusammensetzung
Das Wort ist aus drei Teilen zusammengesetzt: „Staat“ (Land), „Bürger“ (Person, die in einem Land lebt) und der Endung „-schaft“ (die einen Zustand oder eine Gemeinschaft beschreibt). Es bedeutet also wörtlich den „Zustand, ein Bürger eines Staates zu sein“.
BEISPIEL
Die Staatsbürgerschaft bringt sowohl Rechte als auch Pflichten mit sich.
Typische Verben
Im Zusammenhang mit „Staatsbürgerschaft“ werden oft bestimmte Verben verwendet: Man kann sie „beantragen“, „erwerben“, „annehmen“ oder „besitzen“. Ein Staat kann sie einer Person „verleihen“.
BEISPIEL
Er hat die österreichische Staatsbürgerschaft beantragt.
Land angeben
Um das Land zu nennen, verwendet man meist ein Adjektiv vor dem Wort (z.B. „die deutsche Staatsbürgerschaft“) oder eine Genitiv-Konstruktion (z.B. „die Staatsbürgerschaft der Schweiz“).
BEISPIEL
Sie besitzt die italienische Staatsbürgerschaft.
Vergleichen mit
confusable
Staatsbürgerschaft vs Bürgerschaft
„die Staatsbürgerschaft“ und „die Bürgerschaft“ sehen ähnlich aus, bedeuten aber nicht dasselbe. „Staatsbürgerschaft“ meint die rechtliche Zugehörigkeit einer einzelnen Person zu einem Staat. „Bürgerschaft“ meint dagegen die Bürgerinnen und Bürger als Gruppe oder in Hamburg und Bremen das Parlament. Die Verwechslung entsteht leicht, weil beide Wörter mit „Bürger“ gebildet werden. Wenn es um Pass, Einbürgerung oder rechtliche Zugehörigkeit geht, heißt es „Staatsbürgerschaft“. Wenn es um die Bevölkerung als politische Gruppe oder ein Parlament geht, passt „Bürgerschaft“.
Staatsbürgerschaft
Julian hat nach vielen Jahren die deutsche Staatsbürgerschaft bekommen.
Bürgerschaft
In Bremen entscheidet die Bürgerschaft heute über den neuen Haushalt.