Eine Aufsichtsperson im Bergbau, die für einen bestimmten Grubenbereich und die dort arbeitenden Bergleute verantwortlich ist. Der Steiger hat eine Funktion ähnlich einem Meister in anderen Handwerksberufen.
beispiel
Der Steiger kontrollierte die Sicherheitsvorkehrungen, bevor die Bergleute in den Stollen einfuhren.
Tipps
Wortfamilie
Der Name „Steiger“ leitet sich vom Verb „steigen“ ab. Er bezeichnete ursprünglich die Person, die in die Grube hinab- und wieder hinaufsteigt, um die Arbeit zu beaufsichtigen.
BEISPIEL
Früher musste ein Steiger täglich viele Leitern im Bergwerk steigen.
Register
Das Wort „Steiger“ ist ein Fachbegriff aus dem Bergbau. Außerhalb dieser Branche oder Regionen mit Bergbautradition wird es kaum verwendet.
BEISPIEL
Im Ruhrgebiet kennt fast jeder die Bedeutung des Wortes Steiger.
Kultureller Kontext
Der Steiger ist eine zentrale Figur im deutschen Bergbau und wird im berühmten „Steigerlied“ besungen. Dieses Lied gilt als Hymne der Bergleute.
BEISPIEL
Zum Abschied sangen die Bergleute traditionell das Steigerlied.
Vergleichen mit
near_synonym · confusable
Steiger vs Meister
„der Meister“ und „der Steiger“ können beide eine leitende Fachperson meinen, die andere Arbeiter anleitet und Verantwortung trägt. „der Meister“ passt allgemein im Handwerk, zum Beispiel in einer Werkstatt, Bäckerei oder Schreinerei. Ein Meister hat eine bestimmte Prüfung gemacht und darf oft auch Lehrlinge ausbilden. „der Steiger“ ist viel spezieller: So nennt man eine Aufsichtsperson im Bergbau. Lernende können die Wörter verwechseln, weil ein Steiger im Bergbau eine ähnliche Rolle hat wie ein Meister in anderen Berufen. Praktisch gilt: Im Bergwerk sagt man „Steiger“, in den meisten Handwerksberufen „Meister“.
Steiger
Vor der Schicht spricht der Steiger mit den Bergleuten über die Sicherheit unter Tage.
Meister
In der Werkstatt erklärt der Meister dem Lehrling den neuen Auftrag.