der Meister
Eine Person, die in einem Handwerksberuf die Meisterprüfung bestanden hat und einen eigenen Betrieb führen sowie Lehrlinge ausbilden darf.
Der junge Geselle möchte auch bald seinen Meister machen.

Meister
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Eine Person, die in einem Handwerksberuf die Meisterprüfung bestanden hat und einen eigenen Betrieb führen sowie Lehrlinge ausbilden darf.
Der junge Geselle möchte auch bald seinen Meister machen.

„Der Meister“ gehört zu einer Wortfamilie mit dem Verb „meistern“ (etwas perfekt beherrschen) und dem Nomen „die Meisterschaft“ (Wettbewerb oder Perfektion). Alle Wörter haben die Idee der höchsten Kompetenz gemeinsam.
Sie hat die schwierige Aufgabe mit Bravour gemeistert.
Im Handwerk ist der Meister die höchste Qualifikation. Die feste Wendung dafür lautet „seinen Meister machen“. Oft wird die Berufsbezeichnung kombiniert, z.B. „Bäckermeister“ oder „Malermeister“.
Nach der Lehre will er seinen Meister machen und eine eigene Werkstatt eröffnen.
Im Sport ist der Meister der Gewinner eines wichtigen Wettbewerbs. Typische Wendungen sind „Meister werden“ oder „den Meistertitel holen“. Oft wird es zu „Weltmeister“ oder „Europameister“ kombiniert.
Die Mannschaft hat hart trainiert, um dieses Jahr Meister zu werden.
Um die Fähigkeit eines Künstlers zu beschreiben, wird oft die Struktur „ein Meister + Genitiv“ (z.B. „ein Meister der Farben“) oder „ein Meister von + Dativ“ verwendet.
Dieser Pianist ist ein wahrer Meister seines Fachs.
Wenn jemand etwas (oft eine negative Eigenschaft) besonders gut kann, wird die Struktur „ein Meister in + Dativ“ oder „ein Meister darin, zu...“ verwendet. Dies ist oft ironisch gemeint.
Mein Bruder ist ein Meister darin, seine Schlüssel zu verlieren.
„der Herr“ und „der Meister“ können beide mit einer besonderen Stellung einer Person zu tun haben. „der Herr“ meint in dieser Bedeutung jemanden, der Macht oder Kontrolle über andere hat. „der Meister“ meint eher jemanden, der etwas sehr gut kann, eine Meisterprüfung hat oder in einem Gebiet besonders gut ist. Die Wörter können verwirren, weil „Meister“ manchmal wie „Gebieter“ verstanden wird. Im heutigen Deutsch ist „Meister“ aber meist mit Können, Handwerk oder Sport verbunden, während „Herr“ eher Macht, Besitz oder Autorität ausdrückt.

Nach vielen Jahren in der Werkstatt wurde Ali Meister im Schreinerhandwerk.
In der alten Geschichte musste der Knecht seinem Herrn gehorchen.