Die Hilfeleistung beim Sterben einer Person, insbesondere bei unheilbar Kranken. Man unterscheidet zwischen aktiver Sterbehilfe (gezielte Tötung), passiver Sterbehilfe (Verzicht auf lebensverlängernde Maßnahmen) und Beihilfe zum Suizid.
beispiel
Die Debatte über die Legalisierung von aktiver Sterbehilfe ist ethisch sehr komplex.
Tipps
Wortzusammensetzung
Das Wort besteht aus dem Verbstamm „sterbe-“ (von „sterben“) und dem Nomen „die Hilfe“. Es beschreibt also wörtlich eine „Hilfe beim Sterben“.
BEISPIEL
Das Thema Sterbehilfe wird in der Gesellschaft kontrovers diskutiert.
Typische Verbindungen
Um die Art der Hilfe zu präzisieren, wird das Wort oft mit Adjektiven wie „aktiv“, „passiv“ oder „indirekt“ kombiniert. Typische Verben sind „Sterbehilfe leisten“ (anbieten) oder „Sterbehilfe in Anspruch nehmen“ (erhalten).
BEISPIEL
Passive Sterbehilfe durch den Verzicht auf Behandlung ist in bestimmten Fällen erlaubt.
Register und Kontext
„Sterbehilfe“ ist ein Fachbegriff aus Recht, Medizin und Ethik. Er wird hauptsächlich in formellen und ernsten Diskussionen verwendet und ist kein Wort des alltäglichen Gebrauchs.
BEISPIEL
Das Parlament debattiert über ein neues Gesetz zur Sterbehilfe.
Vergleichen mit
confusable
Sterbehilfe vs Suizid
„der Suizid“ und „die Sterbehilfe“ können beide mit dem Lebensende einer Person zu tun haben, meinen aber nicht dasselbe. „Suizid“ bedeutet, dass eine Person absichtlich ihr eigenes Leben beendet. Die feste Wendung ist „Suizid begehen“. „Sterbehilfe“ meint Hilfe beim Sterben, besonders bei schwer kranken Menschen. Dabei kann es je nach Situation um verschiedene Formen der Hilfe gehen. Man kann die Wörter verwechseln, weil bei der Beihilfe zum Suizid beide Themen zusammenkommen. Trotzdem bezeichnet „Suizid“ die eigene Handlung der Person, während „Sterbehilfe“ die Hilfe durch andere in den Mittelpunkt stellt.
Sterbehilfe
Die Ärztin erklärte der Familie die rechtlichen Fragen zur Sterbehilfe.
Suizid
Nach dem Suizid des Patienten sprach das Krankenhaus mit der Familie.