Etwas in Stufen oder Ebenen anordnen oder gestalten. Besonders häufig wird der Begriff für Haarschnitte verwendet, bei denen die Haare unterschiedlich lang geschnitten werden, um mehr Volumen oder Form zu erzeugen.
beispiel
Ich lasse mir meine langen Haare beim Friseur immer leicht stufen.
Tipps
Wortfamilie
Das Verb „stufen“ leitet sich vom Nomen „die Stufe“ (Stufe, Ebene, Grad) ab. Etwas zu stufen bedeutet also, es in Stufen oder Ebenen einzuteilen oder anzuordnen.
BEISPIEL
Die Terrassen des Gartens sind schön gestuft.
Kontexthinweis
Der Kontext macht die Bedeutung klar: Geht es um „Haare“ oder „Frisur“, ist das Schneiden in Lagen gemeint. Geht es um „Preise“, „Gehälter“ oder „Tarife“, ist das Einteilen nach einer Skala gemeint.
BEISPIEL
Die Versicherung stuft ihre Tarife nach dem Alter der Kunden.
Satzbau beim Friseur
Wenn man über den eigenen Haarschnitt spricht, ist die Konstruktion mit „lassen“ sehr typisch: „sich die Haare stufen lassen“. Die Person, deren Haare geschnitten werden, steht dabei im Dativ.
BEISPIEL
Ich lasse mir die Haare immer stufen, damit sie mehr Volumen haben.
Satzbau mit „nach“
In der Bedeutung „klassifizieren“ wird „stufen“ oft im Passiv und mit der Präposition „nach“ verwendet. Diese gibt das Kriterium für die Einteilung an.
BEISPIEL
Die Gehälter werden nach Berufserfahrung gestuft.
Vergleichen mit
near_synonym · confusable
stufen vs bewerten
„bewerten“ und „stufen“ können beide mit einer Einordnung nach Qualität oder Niveau zu tun haben. „bewerten“ betont das Urteil: Man sagt, wie gut, schlecht, wichtig oder passend etwas ist. „stufen“ benutzt man, wenn etwas in feste Stufen, Klassen oder Gruppen eingeordnet wird, zum Beispiel nach einem System. Die Wörter können verwechselt werden, weil eine Bewertung oft zu einer Einstufung führt. Aber „bewerten“ ist das Beurteilen, „stufen“ ist eher das Einordnen in eine bestimmte Stufe.
stufen
Herr Schneider stuft die Gefahr auf dieser Straße als hoch ein.
bewerten
Im Büro hat das Team die neuen Ideen für das Projekt bewertet.