sündigen
Eine Sünde begehen; gegen religiöse oder moralische Gebote verstoßen.
In seiner Predigt sprach der Pfarrer darüber, warum Menschen sündigen.

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Eine Sünde begehen; gegen religiöse oder moralische Gebote verstoßen.
In seiner Predigt sprach der Pfarrer darüber, warum Menschen sündigen.

Das Verb „sündigen“ leitet sich direkt vom Nomen „die Sünde“ ab. Wenn man sündigt, begeht man eine Sünde.
Er beichtete seine Sünden, weil er gesündigt hatte.
Die übertragene Bedeutung erkennen Sie daran, dass es um kleine, alltägliche „Vergehen“ geht, meist im Zusammenhang mit Genuss (Essen, Trinken, Kaufen). Der Ton ist dabei oft humorvoll oder ironisch, während die religiöse Bedeutung sehr ernst ist.
Bei diesem leckeren Eis muss man einfach sündigen!
In der Umgangssprache wird „sündigen“ sehr häufig in dieser übertragenen Bedeutung verwendet. Oft steht es zusammen mit dem Wort „mal“, um den Ausnahmecharakter zu betonen.
Normalerweise esse ich gesund, aber heute sündige ich mal mit einer Pizza.
In der religiösen oder moralischen Bedeutung wird „sündigen“ oft mit der Präposition „gegen“ und dem Akkusativ verwendet, um auszudrücken, wogegen man verstößt.
Er hatte das Gefühl, gegen ein wichtiges Gebot gesündigt zu haben.
„übertreiben“ und „sündigen“ können beide bedeuten, dass man sich mehr erlaubt, als eigentlich gut ist. „übertreiben“ ist allgemein: Man kann es mit Arbeit, Sport, Essen oder Feiern übertreiben. „sündigen“ benutzt man im übertragenen Sinn oft beim Essen, besonders wenn jemand eigentlich auf seine Gesundheit oder eine Diät achten will. Es klingt meist etwas spielerisch: Man gönnt sich etwas, das nicht ganz vernünftig ist. Lernende können die Wörter verwechseln, weil beide ein Zuviel ausdrücken. „übertreiben“ passt aber in viel mehr Situationen, „sündigen“ passt besonders zu kleinen Genussmomenten.

Frau Neumann sündigt heute und bestellt nach dem Salat noch ein Stück Kuchen.
Beim Training hat Max es übertrieben und jetzt tut ihm das Knie weh.