
trotzen
Sich hartnäckig und oft aus Trotz gegen eine Anweisung, eine Person oder eine Situation widersetzen. Häufig wird es für das Verhalten von Kindern verwendet.
Das kleine Kind trotzte und wollte seine Jacke nicht anziehen.
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Sich hartnäckig und oft aus Trotz gegen eine Anweisung, eine Person oder eine Situation widersetzen. Häufig wird es für das Verhalten von Kindern verwendet.
Das kleine Kind trotzte und wollte seine Jacke nicht anziehen.

Einer widrigen Bedingung, einer Gefahr oder einer starken Kraft standhalten und nicht nachgeben. Oft mit Dativ-Objekt.
Die alte Burg trotzt seit Jahrhunderten dem Wind und dem Wetter.
Das Verb „trotzen“ gehört zur Wortfamilie von „der Trotz“ (die Haltung des Widerstands) und dem Adjektiv „trotzig“. Wenn ein Kind trotzt, zeigt es Trotz oder ist trotzig.
Aus reinem Trotz wollte er nicht mit uns sprechen.
In der Bedeutung „standhalten“ braucht „trotzen“ ein Objekt im Dativ. Dieses Dativ-Objekt ist die Kraft oder die Bedingung, der widerstanden wird.
Das kleine Boot trotzte den hohen Wellen.
Die Bedeutung erkennen Sie am Subjekt und Objekt. Wenn es um das Verhalten von Personen (oft Kindern) gegen eine Anweisung geht, ist die erste Bedeutung gemeint. Wenn ein Objekt oder eine Person einer äußeren Kraft (Wetter, Gefahr) widersteht, ist die zweite Bedeutung gemeint.
Der Junge trotzte seiner Mutter und aß das Gemüse nicht.
Bei einer starken Kraft können widerstehen und trotzen beide bedeuten, nicht nachzugeben. Widerstehen beschreibt allgemein die erfolgreiche Abwehr von Druck, Angriff oder Versuchung. Trotzen wirkt bei einer Widrigkeit aktiver und herausfordernder; es betont, dass man sich ihr bewusst nicht unterwirft.

Lea trotzt dem heftigen Schneesturm und setzt ihren Weg fort.
Lea widersteht dem Druck ihrer Freunde und bleibt bei ihrer Entscheidung.