Ratsam oder empfehlenswert; etwas, das nach Möglichkeit getan werden sollte. Das Wort wird oft in formellen Kontexten oder als Ratschlag verwendet, häufig in der Verbindung 'tunlichst'.
beispiel
Es ist tunlich, sich vor einer langen Reise über die Verkehrslage zu informieren.
Tipps
Wortaufbau
„Tunlich“ ist vom Verb „tun“ abgeleitet. Die Endung „-lich“ drückt hier aus, dass etwas ratsam oder gut zu tun ist. Es bedeutet also „was man tun sollte“.
BEISPIEL
Es ist immer gut, das zu tun, was richtig ist.
Register: Formelle Sprache
Dieses Wort gehört zur gehobenen oder formellen Sprache, insbesondere zur Amtssprache. Im normalen Alltag wird es selten verwendet.
BEISPIEL
In amtlichen Schreiben findet man oft eine sehr formelle Sprache.
Verwendung als Adverb
Besonders häufig ist die Adverbform „tunlichst“. Sie bedeutet „wenn irgend möglich“ oder „unbedingt“ und verstärkt eine Empfehlung oder Aufforderung.
BEISPIEL
Sie sollten diesen Fehler tunlichst vermeiden.
Vergleichen mit
confusable
tunlich vs notwendig
„notwendig“ und „tunlich“ können beide sagen, dass man etwas machen sollte. Der Unterschied liegt in der Stärke. „notwendig“ bedeutet: Es muss sein, sonst geht etwas nicht oder es gibt ein Problem. „tunlich“ bedeutet eher: Es ist ratsam oder besser, wenn man es tut. Es ist also eine Empfehlung, keine feste Pflicht. Verwechseln kann man die Wörter, weil beide oft bei Regeln, Plänen oder Ratschlägen vorkommen. Wenn etwas wirklich gebraucht wird, ist „notwendig“ richtig. Wenn etwas nur klug oder empfehlenswert ist, passt „tunlich“ besser, oft in der Form „tunlichst“.
tunlich
Bei Glatteis sollten wir tunlichst langsam fahren.
notwendig
Vor der Operation ist eine genaue Untersuchung notwendig.