
übermannen
Jemanden überwältigen oder besiegen, sodass die Person sich nicht mehr wehren kann.
Die Angreifer übermannten den Wachmann und drangen in das Gebäude ein.
übermannen – übermannte – hat übermannt
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Jemanden überwältigen oder besiegen, sodass die Person sich nicht mehr wehren kann.
Die Angreifer übermannten den Wachmann und drangen in das Gebäude ein.

Jemanden plötzlich und sehr stark erfassen, besonders durch ein Gefühl, Müdigkeit oder eine andere innere Regung.
Als sie die Nachricht hörte, übermannte sie die Trauer.
| ich | übermanne |
|---|---|
| du | übermannst |
| er/sie/es | übermannt |
| wir | übermannen |
| ihr | übermannt |
| sie | übermannen |
| ich | übermannte |
|---|---|
| du | übermanntest |
| er/sie/es | übermannte |
| wir | übermannten |
| ihr | übermanntet |
| sie | übermannten |
| ich | habe übermannt |
|---|---|
| du | hast übermannt |
| er/sie/es | hat übermannt |
| wir | haben übermannt |
| ihr | habt übermannt |
| sie | haben übermannt |
| du | übermann! übermanne! |
|---|---|
| ihr | übermannt! |
| Sie | übermannen Sie! |
| ich | hatte übermannt |
|---|---|
| du | hattest übermannt |
| er/sie/es | hatte übermannt |
| wir | hatten übermannt |
| ihr | hattet übermannt |
| sie | hatten übermannt |
| ich | werde übermannen |
|---|---|
| du | wirst übermannen |
| er/sie/es | wird übermannen |
| wir | werden übermannen |
| ihr | werdet übermannen |
| sie | werden übermannen |
| ich | übermanne |
|---|---|
| du | übermannest |
| er/sie/es | übermanne |
| wir | übermannen |
| ihr | übermannet |
| sie | übermannen |
Für die indirekte Rede.
| ich | übermannte |
|---|---|
| du | übermanntest |
| er/sie/es | übermannte |
| wir | übermannten |
| ihr | übermanntet |
| sie | übermannten |
Für Wünsche und „würde“.
| Infinitiv | übermannen |
|---|---|
| mit zu | zu übermannen |
| Partizip I | übermannend |
| Partizip II | übermannt |
„Übermannen“ ist in diesen Bedeutungen ein untrennbares Verb: Die Vorsilbe „über-“ bleibt im Hauptsatz mit dem Verb verbunden. Auch im Perfekt steht kein „ge-“ zwischen Vorsilbe und Stamm.
Die Sicherheitsleute übermannten den Eindringling schnell.
Die Polizei hat den Verdächtigen schließlich übermannt.
„Übermannen“ kommt besonders in geschriebenen und eher gehobenen Texten vor. Das Wort beschreibt meist eine starke, plötzlich eintretende Überlegenheit oder innere Wirkung.
Der Roman schildert, wie die Soldaten den Gegner übermannten.
Nach dem langen Aufstieg übermannte ihn die Erschöpfung.
In der Bedeutung des körperlichen oder direkten Überwältigens steht die betroffene Person als Akkusativobjekt: Jemand übermannt jemanden. Häufig bilden Angreifer, Soldaten oder Sicherheitskräfte das Subjekt.
Die Entführer übermannten den Fahrer und zerrten ihn aus dem Auto.
In der Bedeutung einer plötzlich starken inneren Wirkung ist im Aktiv oft das Gefühl oder der körperliche Zustand das Subjekt („Die Trauer übermannte sie“); im Passiv steht es mit „von“. Typische Verbindungen sind „von Trauer übermannt werden“, „von Müdigkeit übermannt werden“ und „von Angst übermannt werden“.
Von Müdigkeit übermannt, schlief er noch im Zug ein.
Sie wurde von großer Erleichterung übermannt.