überschätzen
Jemanden oder etwas für besser, größer, wichtiger oder fähiger halten, als er oder es in Wirklichkeit ist.
Ich glaube, wir haben den Aufwand für dieses Projekt völlig überschätzt; es war viel einfacher als gedacht.

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Jemanden oder etwas für besser, größer, wichtiger oder fähiger halten, als er oder es in Wirklichkeit ist.
Ich glaube, wir haben den Aufwand für dieses Projekt völlig überschätzt; es war viel einfacher als gedacht.

„Überschätzen“ ist ein untrennbares Verb. Die Vorsilbe „über-“ bleibt in allen Satzformen und Zeiten fest mit dem Verb verbunden. Die Betonung liegt auf dem Stamm: überSCHÄTzen.
Ich fürchte, sie hat ihre Fähigkeiten überschätzt.
Das Verb besteht aus der Vorsilbe „über-“ und dem Verb „schätzen“. Die Vorsilbe „über-“ hat hier die Bedeutung von „zu viel“ oder „zu hoch“. „Überschätzen“ bedeutet also wörtlich „zu hoch einschätzen“.
Man sollte seine Gegner niemals überschätzen.
Es gibt einen wichtigen Unterschied zwischen der transitiven und der reflexiven Verwendung. „Etwas überschätzen“ bezieht sich auf eine externe Sache, während „sich überschätzen“ bedeutet, die eigenen Fähigkeiten zu hoch einzuschätzen.
Er hat die Kosten des Projekts stark überschätzt.
„bewerten“ und „überschätzen“ haben beide mit einer Einschätzung zu tun, aber sie bedeuten nicht dasselbe. „bewerten“ ist neutral: Man beurteilt etwas oder jemanden und kann zu einem guten, schlechten oder mittleren Ergebnis kommen. „überschätzen“ bedeutet immer, dass die Einschätzung zu hoch ist. Man hält jemanden oder etwas für besser, wichtiger oder stärker, als es wirklich ist. Auch sich selbst kann man überschätzen. Die Wörter können verwechselt werden, weil beide eine Meinung über Leistung oder Fähigkeiten ausdrücken. Merksatz: Bewerten kann richtig oder falsch sein; überschätzen ist immer zu positiv oder zu hoch.

Er überschätzt sich, weil er ohne Training an dem langen Lauf teilnehmen will.
Meine Mutter bewertet die Preise im Supermarkt sehr genau.