
unbehelligt
Nicht gestört, belästigt oder behindert werden; in Ruhe gelassen.
Trotz des Chaos konnte der Dieb unbehelligt mit der Beute entkommen.
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Nicht gestört, belästigt oder behindert werden; in Ruhe gelassen.
Trotz des Chaos konnte der Dieb unbehelligt mit der Beute entkommen.
Das Wort besteht aus drei Teilen: der Verneinung „un-“, dem Stamm des Verbs „behelligen“ (stören, belästigen) und der Partizip-Endung „-t“. Es bedeutet also wörtlich „nicht gestört“.
Er wollte nur unbehelligt seine Zeitung lesen.
„Unbehelligt“ ist ein Wort der formellen Schriftsprache. Man findet es oft in der Literatur, in Zeitungsartikeln oder in Polizeiberichten, aber selten in der alltäglichen Umgangssprache.
Die Demonstranten konnten die Straße unbehelligt überqueren.
Meistens wird „unbehelligt“ als Adverb verwendet, das beschreibt, wie eine Handlung geschieht. Es antwortet auf die Frage „Wie?“. Es steht dann oft direkt vor oder nach dem Verb.
Der Verdächtige konnte unbehelligt das Land verlassen.
Beide Wörter können sagen, dass jemand in Ruhe gelassen wird. „Ungestört“ ist allgemeiner und betont das Ausbleiben von Unterbrechungen oder Störungen, während „unbehelligt“ besonders das Verschontbleiben von Belästigung oder unerwünschtem Eingreifen hervorhebt. Bei gezielter Belästigung passt daher oft „unbehelligt“ besser.

Die Wanderin konnte auf der Bank unbehelligt lesen, weil sie von den aufdringlichen Leuten verschont blieb.
Die Wanderin konnte auf der Bank ungestört lesen, weil niemand sie ansprach.