
ungemein
In sehr hohem Maße; außerordentlich, extrem. Wird als verstärkendes Adverb verwendet.
Die Wanderung war ungemein anstrengend, aber die Aussicht hat sich gelohnt.
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In sehr hohem Maße; außerordentlich, extrem. Wird als verstärkendes Adverb verwendet.
Die Wanderung war ungemein anstrengend, aber die Aussicht hat sich gelohnt.
Das Wort besteht aus der Vorsilbe „un-“ und dem Adjektiv „gemein“, das hier „gewöhnlich“ bedeutet. „Ungemein“ heißt also wörtlich „ungewöhnlich“ und wird als Verstärkung im Sinne von „außerordentlich“ oder „extrem“ verwendet.
Das Konzert war ein ungemein beeindruckendes Erlebnis.
„Ungemein“ wird fast ausschließlich als Adverb zur Verstärkung von Adjektiven oder anderen Adverbien benutzt. Es steht direkt vor dem Wort, das es verstärkt. Es wird nicht als alleiniges Prädikatsadjektiv verwendet.
Diese Aufgabe ist ungemein schwierig zu lösen.
„Ungemein“ gehört eher zur gehobenen Schriftsprache oder einem formelleren Stil. In der alltäglichen Umgangssprache werden oft andere Verstärkungswörter wie „sehr“, „total“ oder „echt“ bevorzugt.
Die Autorin verfügt über ein ungemein breites Wissen.
Unglaublich und ungemein verstärken beide eine Eigenschaft im Sinn von „sehr“. Unglaublich wirkt oft zusätzlich emotional oder staunend, während ungemein nur das hohe Maß betonen kann. Für eine sachlichere Verstärkung passt daher eher ungemein.

Der Vortrag war ungemein hilfreich für die weitere Planung.
Der Vortrag war unglaublich hilfreich, damit hatte ich nicht gerechnet.