ungenügend
Nicht ausreichend in Menge, Qualität oder Grad; nicht den Anforderungen entsprechend.
Die Beweise waren für eine Verurteilung ungenügend.

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Nicht ausreichend in Menge, Qualität oder Grad; nicht den Anforderungen entsprechend.
Die Beweise waren für eine Verurteilung ungenügend.

Das Wort ist einfach aufgebaut: Die Vorsilbe „un-“ verneint das Wort „genügend“ (ausreichend). „Ungenügend“ bedeutet also wörtlich „nicht ausreichend“.
Die Beleuchtung im Raum war für die feine Arbeit ungenügend.
„Ungenügend“ kann nicht nur als Adjektiv vor einem Nomen stehen, sondern auch als Adverb, das ein Verb beschreibt. Es bedeutet dann „auf nicht ausreichende Weise“.
Die Mannschaft war ungenügend auf das wichtige Spiel vorbereitet.
Im deutschen Schulsystem ist „ungenügend“ der feste Begriff für die schlechteste Note, die Note 6. In diesem Kontext ist es keine allgemeine Beschreibung, sondern ein definierter Fachbegriff.
Sein Test wurde mit „ungenügend“ bewertet, weil er keine einzige Frage beantwortet hat.
Wenn das Wort als Nomen verwendet wird („ein Ungenügend“), bezieht es sich fast immer auf die Schulnote 6. Man kann zum Beispiel „ein Ungenügend bekommen“ oder „im Zeugnis ein Ungenügend haben“.
Für diesen Aufsatz hat sie leider ein Ungenügend bekommen.
„genug“ und „ungenügend“ beziehen sich beide darauf, ob etwas ausreicht. Sie stehen aber im Gegensatz: „genug“ bedeutet, dass die Menge oder der Grad reicht. „ungenügend“ bedeutet, dass etwas nicht reicht oder die Anforderungen nicht erfüllt. Verwechseln kann man sie, weil beide mit „genügen“ zusammenhängen. Praktisch hilft: Wenn etwas reicht, sagt man „genug“. Wenn etwas nicht reicht oder zu schlecht ist, sagt man „ungenügend“. Außerdem ist „genug“ meist ein Adverb, „ungenügend“ ein Adjektiv.

Die Vorbereitung auf den Termin war ungenügend, deshalb mussten wir ihn verschieben.
Für die Suppe ist noch genug Gemüse im Kühlschrank.