Der Zustand, in dem man nicht weiß, was passieren wird oder wie eine Situation sich entwickeln wird. Es beschreibt ein Gefühl der Unsicherheit und des Zweifels über die Zukunft.
beispiel
Die lange Wartezeit auf die Prüfungsergebnisse war eine Zeit großer Ungewissheit für die Studenten.
Tipps
Wortaufbau
Das Wort ist klar strukturiert: Die Vorsilbe „un-“ verneint das Adjektiv „gewiss“ (sicher). Die Endung „-heit“ bildet daraus ein Nomen, das einen Zustand beschreibt. „Ungewissheit“ ist also wörtlich der Zustand des Nicht-Sicher-Seins.
BEISPIEL
Die Ungewissheit über seine Zukunft machte ihm zu schaffen.
Typische Verbindungen
Häufige Wendungen sind „in Ungewissheit leben“, „jemanden in Ungewissheit lassen“ oder dass „Ungewissheit herrscht“. Oft wird das Gefühl mit Adjektiven wie „groß“ oder „quälend“ beschrieben.
BEISPIEL
Die Mitarbeiter leben seit Wochen in großer Ungewissheit über ihre Jobs.
Satzbau mit Präpositionen
Um den Zustand zu beschreiben, verwendet man die Präposition „in“. Um das Thema der Ungewissheit zu nennen, benutzt man „über“ mit Akkusativ.
BEISPIEL
Er war in Ungewissheit über den Ausgang der Verhandlungen.
Vergleichen mit
antonym · confusable
Ungewissheit vs Sicherheit
„die Sicherheit“ und „die Ungewissheit“ stehen hier im Gegensatz. „die Sicherheit“ meint, dass man etwas weiß oder fest damit rechnet. „die Ungewissheit“ meint, dass man nicht weiß, was passieren wird, und deshalb Zweifel hat. Verwechseln kann man sie, weil beide oft in Situationen vorkommen, in denen man über die Zukunft oder eine Entscheidung nachdenkt. Der Unterschied ist aber klar: Sicherheit beruhigt, Ungewissheit macht eine Situation offen und unsicher.
Ungewissheit
Seit dem Ausfall des Zuges lebt das Team mit der Ungewissheit, ob es pünktlich ankommt.
Sicherheit
Nach der Zusage hatte Maria endlich Sicherheit für ihre Planung.