
unterstehen
In einer Hierarchie einer Person oder Institution untergeordnet sein und deren Anweisungen befolgen müssen.
Alle Abteilungen unterstehen direkt dem Geschäftsführer.
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In einer Hierarchie einer Person oder Institution untergeordnet sein und deren Anweisungen befolgen müssen.
Alle Abteilungen unterstehen direkt dem Geschäftsführer.

Etwas wagen oder sich erdreisten, das als unverschämt oder unangemessen empfunden wird. Wird oft als Drohung oder Warnung verwendet.
Untersteh dich, das noch einmal zu sagen!
„Unterstehen“ ist ein untrennbares Verb. Die Vorsilbe „unter-“ wird nicht betont und bleibt in allen Satzformen fest mit dem Verb verbunden.
Er unterstand früher einem anderen Vorgesetzten.
Die beiden Bedeutungen lassen sich leicht unterscheiden: Die Bedeutung „untergeordnet sein“ wird ohne Reflexivpronomen verwendet. Die Bedeutung „etwas wagen“ ist immer reflexiv, also „sich unterstehen“.
Die Marketingabteilung untersteht der Geschäftsführung.
In der Bedeutung „untergeordnet sein“ steht die Person oder Institution, der man unterstellt ist, immer im Dativ. Die Struktur ist also: Subjekt + unterstehen + Dativobjekt.
Als Praktikant unterstand er dem Projektleiter.
Die Wendung „sich unterstehen“ wird fast ausschließlich als Warnung oder Drohung im Imperativ benutzt. Oft folgt darauf eine Infinitivkonstruktion mit „zu“.
Untersteh dich, ohne meine Erlaubnis wegzugehen!
Sich trauen kann ausdrücken, dass jemand den Mut zu einer schwierigen oder unangenehmen Handlung hat. Sich unterstehen bezeichnet dagegen meist empört oder drohend, dass jemand etwas Unverschämtes nicht tun soll. Wähle sich trauen für den eigenen Mut und sich unterstehen für eine Warnung oder Drohung.

Trau dich ja nicht, den Fehler vor allen Leuten zu erwähnen.
Trotz seiner Angst traute er sich, den Fehler offen anzusprechen.