
trauen
Jemandem Vertrauen schenken; glauben, dass jemand ehrlich und zuverlässig ist.
Nach der schlechten Erfahrung traut sie niemandem mehr.
trauen – traute – hat getraut
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Jemandem Vertrauen schenken; glauben, dass jemand ehrlich und zuverlässig ist.
Nach der schlechten Erfahrung traut sie niemandem mehr.

Den Mut haben, etwas zu tun, das man als riskant, schwierig oder unangenehm empfindet.
Ich traue mich nicht, vor so vielen Leuten zu sprechen.

Als Priester oder Standesbeamter eine Eheschließung vollziehen.
Der Bürgermeister persönlich hat das Paar getraut.
| ich | traue |
|---|---|
| du | traust |
| er/sie/es | traut |
| wir | trauen |
| ihr | traut |
| sie | trauen |
| ich | traute |
|---|---|
| du | trautest |
| er/sie/es | traute |
| wir | trauten |
| ihr | trautet |
| sie | trauten |
| ich | habe getraut |
|---|---|
| du | hast getraut |
| er/sie/es | hat getraut |
| wir | haben getraut |
| ihr | habt getraut |
| sie | haben getraut |
| du | trau! traue! |
|---|---|
| ihr | traut! |
| Sie | trauen Sie! |
| ich | hatte getraut |
|---|---|
| du | hattest getraut |
| er/sie/es | hatte getraut |
| wir | hatten getraut |
| ihr | hattet getraut |
| sie | hatten getraut |
| ich | werde trauen |
|---|---|
| du | wirst trauen |
| er/sie/es | wird trauen |
| wir | werden trauen |
| ihr | werdet trauen |
| sie | werden trauen |
| ich | traue |
|---|---|
| du | trauest |
| er/sie/es | traue |
| wir | trauen |
| ihr | trauet |
| sie | trauen |
Für die indirekte Rede.
| ich | traute |
|---|---|
| du | trautest |
| er/sie/es | traute |
| wir | trauten |
| ihr | trautet |
| sie | trauten |
Für Wünsche und „würde“.
| Infinitiv | trauen |
|---|---|
| mit zu | zu trauen |
| Partizip I | trauend |
| Partizip II | getraut |
Die Bedeutung von „trauen“ erkennst du an der Grammatik. „Jemandem trauen“ (mit Dativ) bedeutet vertrauen. „Sich trauen“ (reflexiv) bedeutet Mut haben. „Jemanden trauen“ (mit Akkusativ) bedeutet, eine Ehe zu schließen.
Ich traue meinem besten Freund vollkommen.
Er traut sich nicht, von der hohen Brücke zu springen.
Der Standesbeamte hat schon viele Paare getraut.
Das Verb „trauen“ ist eng mit dem Nomen „das Vertrauen“ (confidence) und „die Trauung“ (wedding ceremony) verwandt. Alle diese Wörter haben mit Glauben, Bindung und Verlässlichkeit zu tun.
Vertrauen ist die Basis jeder guten Beziehung.
Die Trauung findet in einer kleinen Kapelle statt.
Wenn „trauen“ „vertrauen“ bedeutet, steht die Person, der man vertraut, immer im Dativ. Ein häufiger Fehler ist die Verwendung des Akkusativs.
Kann man diesem Politiker wirklich trauen?
Sie traute seinen Worten nicht.
In der Bedeutung „Mut haben“ ist „trauen“ immer reflexiv („sich trauen“). Meistens folgt eine Infinitivkonstruktion mit „zu“, die beschreibt, was man sich traut zu tun.
Sie traut sich, ihre Meinung offen zu sagen.
Traust du dich, die Spinne anzufassen?
Wenn eine offizielle Person ein Paar verheiratet, wird „trauen“ mit einem Akkusativobjekt verwendet. Das Subjekt ist die Person, die die Zeremonie durchführt (z.B. der Pfarrer), und das Objekt ist das Paar.
Ein Kapitän darf auf hoher See Paare trauen.
Unsere beste Freundin, eine Standesbeamtin, hat uns getraut.
Auf jemanden setzen und jemandem trauen drücken beide Vertrauen aus. Setzen auf betont eine bewusste Wahl und die Erwartung, dass die Person Erfolg haben wird. Trauen bezeichnet stärker das persönliche Vertrauen, dass sie ehrlich und zuverlässig ist.

Der Trainer traut der jungen Torhüterin, weil sie immer zuverlässig handelt.
Der Trainer setzt im wichtigen Finale auf die junge Torhüterin.