verdammen
Jemanden oder etwas moralisch sehr scharf verurteilen oder kritisieren.
Die Opposition verdammte die Entscheidung der Regierung als unverantwortlich.

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Jemanden oder etwas moralisch sehr scharf verurteilen oder kritisieren.
Die Opposition verdammte die Entscheidung der Regierung als unverantwortlich.

„Verdammen“ ist ein untrennbares Verb. Die Vorsilbe „ver-“ bleibt in allen Konjugationsformen und Satzstellungen fest mit dem Verbstamm verbunden.
Er verdammte die Ungerechtigkeit in der Welt.
„Verdammen“ ist ein sehr starkes, emotionales Wort. Es drückt eine viel schärfere und endgültigere Ablehnung aus als einfaches Kritisieren.
In seiner Rede verdammte der Aktivist die Zerstörung des Regenwaldes.
In dieser Bedeutung wird oft eine Handlung, eine Politik oder eine Haltung verdammt. Man kann etwas „als“ unmoralisch, falsch etc. verdammen.
Die internationale Gemeinschaft verdammte den Angriff als Bruch des Völkerrechts.
Die Wendung „verdammt sein zu“ wird mit einem Infinitiv verwendet und drückt aus, dass ein negatives Schicksal unausweichlich ist. Eine sehr häufige Kollokation ist „zum Scheitern verdammt sein“.
Ohne finanzielle Unterstützung war die Initiative von Anfang an zum Scheitern verdammt.
„verurteilen“ und „verdammen“ können beide eine sehr starke Ablehnung ausdrücken. „verurteilen“ ist dabei breiter: Es kann vor Gericht eine Strafe bedeuten oder im Alltag eine klare moralische Kritik. „verdammen“ klingt noch schärfer, emotionaler oder feierlicher. Es passt, wenn man etwas besonders hart moralisch kritisiert; im religiösen Kontext kann es auch eine ewige Strafe bedeuten. Lernende können die Wörter verwechseln, weil „verdammen“ oft wie eine besonders starke Form von „verurteilen“ wirkt. Bei einem normalen Gerichtsurteil sagt man aber „verurteilen“, nicht „verdammen“.

Wegen der schweren Folgen hat die Gruppe die Tat öffentlich verdammt.
Die Politiker verurteilten den Angriff auf die Journalisten.