verharmlosen
Etwas Negatives, Gefährliches oder Problematisches bewusst als weniger schlimm oder bedeutend darstellen, als es in Wirklichkeit ist.
Der Sprecher des Unternehmens versuchte, die Umweltschäden zu verharmlosen.

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Etwas Negatives, Gefährliches oder Problematisches bewusst als weniger schlimm oder bedeutend darstellen, als es in Wirklichkeit ist.
Der Sprecher des Unternehmens versuchte, die Umweltschäden zu verharmlosen.

Das Wort ist vom Adjektiv „harmlos“ abgeleitet. Die Vorsilbe „ver-“ und die Endung „-en“ machen daraus ein Verb, das bedeutet, etwas als harmlos darzustellen.
Er verharmloste seine Fehler, anstatt sich zu entschuldigen.
„Verharmlosen“ ist ein untrennbares Verb. Die Vorsilbe „ver-“ bleibt in allen Zeitformen und Satzkonstruktionen fest mit dem Verbstamm verbunden.
Sie hat die Gefahr komplett verharmlost.
„Verharmlosen“ benötigt immer ein Akkusativobjekt. Oft sind es abstrakte negative Dinge, die verharmlost werden, wie zum Beispiel eine Gefahr, ein Problem, Risiken oder die Folgen von etwas.
Man sollte die Risiken dieser Investition auf keinen Fall verharmlosen.
Das Wort wird meist in einem kritischen Kontext verwendet. Wenn man jemandem vorwirft, etwas zu verharmlosen, unterstellt man ihm oft eine manipulative Absicht oder mangelnden Realitätssinn.
Die Opposition warf der Regierung vor, die wirtschaftliche Krise zu verharmlosen.
„übertreiben“ und „verharmlosen“ stehen in einem klaren Gegensatz. Bei „übertreiben“ wird etwas größer, wichtiger oder schlimmer dargestellt, als es wirklich ist. Bei „verharmlosen“ wird etwas Negatives oder Gefährliches kleiner und weniger schlimm dargestellt, als es ist. Verwechseln kann man die Wörter, weil beide die Wirklichkeit verzerren. Der Unterschied ist die Richtung: „übertreiben“ macht etwas zu groß, „verharmlosen“ macht etwas zu klein.

Er verharmlost das Problem in der Pause, obwohl das Team dringend eine Lösung braucht.
Nach dem Gespräch hat er im Bus übertrieben und den kleinen Fehler wie eine Katastrophe beschrieben.