
sich verkriechen
Sich an einen engen, geschützten Ort zurückziehen, um sich zu verstecken oder allein zu sein. Dies geschieht oft aus Angst, Scham oder dem Wunsch nach Ruhe.
Nach dem lauten Donner hat sich die Katze unter dem Sofa verkrochen.
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Sich an einen engen, geschützten Ort zurückziehen, um sich zu verstecken oder allein zu sein. Dies geschieht oft aus Angst, Scham oder dem Wunsch nach Ruhe.
Nach dem lauten Donner hat sich die Katze unter dem Sofa verkrochen.

Sich im übertragenen Sinne sozial zurückziehen und den Kontakt zu anderen Menschen meiden. Man isoliert sich und bleibt lieber für sich allein.
Seit er seinen Job verloren hat, verkriecht er sich zu Hause und will niemanden sehen.
Das Verb „verkriechen“ wird immer reflexiv verwendet, also mit „sich“. Das Reflexivpronomen muss an die Person angepasst werden (z.B. ich verkrieche mich, du verkriechst dich).
Ich glaube, ich verkrieche mich heute mit einem guten Buch auf dem Sofa.
Die Vorsilbe „ver-“ ist untrennbar. Sie bleibt in allen Satzformen und Zeiten fest mit dem Verbstamm „kriechen“ verbunden.
Er hat sich den ganzen Tag in seinem Zimmer verkrochen.
Das Wort basiert auf dem Verb „kriechen“. Die Vorsilbe „ver-“ verstärkt hier die Idee des Sich-Zurückziehens an einen verborgenen Ort.
Das scheue Tier kroch langsam in sein Versteck.
Die wörtliche Bedeutung erkennt man daran, dass im Satz ein konkreter, physischer Ort als Versteck genannt wird.
Das Kind hat sich aus Angst vor dem Hund hinter seiner Mutter verkrochen.
Im übertragenen Sinn wird das Verb oft mit Ausdrücken wie „sich zu Hause“, „in seinem Schneckenhaus“ oder „vor der Welt“ verkriechen verwendet.
Nach der Kritik an seiner Arbeit wollte er sich am liebsten vor der ganzen Welt verkriechen.
Beide Wörter können bedeuten, dass jemand sich versteckt und dem Kontakt oder der Aufmerksamkeit entzieht. Untertauchen betont das Verschwinden aus der Öffentlichkeit, während sich verkriechen zusätzlich einen engen, geschützten Rückzugsort und oft Angst oder Scham nahelegt. Für längeres Verstecken vor anderen passt eher untertauchen.

Nach dem Streit verkroch sie sich in ihrem kleinen Zimmer und wollte niemanden sehen.
Nach den Drohungen tauchte er unter, damit ihn niemand finden konnte.