das Vermächtnis
Das, was eine Person oder eine Epoche der Nachwelt an geistigen, kulturellen oder materiellen Werten hinterlässt.
Das politische Vermächtnis des Kanzlers wird noch lange diskutiert werden.

Vermächtnis
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Das, was eine Person oder eine Epoche der Nachwelt an geistigen, kulturellen oder materiellen Werten hinterlässt.
Das politische Vermächtnis des Kanzlers wird noch lange diskutiert werden.

Die Bedeutung hängt stark vom Kontext ab. Spricht man über Geschichte, Kultur oder Politik, ist das ideelle Erbe („legacy“) gemeint. Im Zusammenhang mit einem Testament, Erbschaft und Geld geht es um die rechtliche Zuwendung („bequest“).
Das architektonische Vermächtnis der Bauhaus-Bewegung ist weltweit sichtbar.
Im Sinne von „ideelles Erbe“ wird „Vermächtnis“ oft mit den Verben „hinterlassen“, „antreten“ oder „bewahren“ verwendet.
Die neue Generation von Wissenschaftlern muss das Vermächtnis ihrer Vorgänger antreten.
Die Bedeutung „rechtliche Zuwendung“ ist ein spezifischer Begriff aus dem Erbrecht. In diesem Kontext ist das Wort Teil der juristischen Fachsprache.
Ein Vermächtnis muss im Testament klar formuliert sein, um gültig zu sein.
„die Verfügung“ und „das Vermächtnis“ können beide in rechtlichen Texten vorkommen. Eine „Verfügung“ ist aber ein allgemeineres Wort für eine offizielle oder rechtliche Anordnung. Ein „Vermächtnis“ ist viel spezieller: Es steht in einem Testament und gibt einer Person einen bestimmten Vorteil, zum Beispiel Geld oder einen Gegenstand. Die Wörter können verwechselt werden, weil ein Vermächtnis auch eine Art rechtliche Verfügung ist. Trotzdem sagt man nicht zu jeder Verfügung „Vermächtnis“. „Vermächtnis“ passt nur, wenn es um ein Testament und eine bestimmte Zuwendung nach dem Tod geht.

Im Testament stand ein Vermächtnis für die Nachbarin.
Das Gericht änderte die Verfügung, weil neue Informationen vorlagen.