sich vertun
Einen Fehler machen oder sich irren, besonders bei einer Berechnung, Zählung oder Einschätzung.
Entschuldigung, ich habe mich beim Wechselgeld vertan, hier fehlt ein Euro.

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Einen Fehler machen oder sich irren, besonders bei einer Berechnung, Zählung oder Einschätzung.
Entschuldigung, ich habe mich beim Wechselgeld vertan, hier fehlt ein Euro.

Das Verb setzt sich aus der Vorsilbe „ver-“ und dem Verb „tun“ zusammen. Die Vorsilbe „ver-“ deutet hier an, dass etwas falsch oder fehlerhaft gemacht wird.
Oh, ich glaube, bei der Adresse habe ich mich vertan.
Die Bedeutung ändert sich je nach Struktur: „sich vertun“ (reflexiv) bedeutet immer „sich irren“. „Etwas vertun“ (mit Akkusativobjekt, meist „Zeit“) bedeutet „etwas verschwenden“.
Ich habe mich in der Uhrzeit vertan und kam zu spät.
In der Bedeutung „sich irren“ ist das Verb immer reflexiv. Man kann sich nicht nur bei Zahlen, sondern auch in einer Person oder einer Situation vertun.
Er hat sich in seiner Einschätzung des Projekts völlig vertan.
Die Wendung „Zeit vertun“ ist sehr gebräuchlich. Oft wird mit der Präposition „mit“ ergänzt, womit die Zeit verschwendet wurde.
Ich habe den ganzen Sonntag damit vertan, aufzuräumen.
„verbringen“ und „vertun“ können beide mit Zeit verbunden sein. „verbringen“ ist neutral: Man sagt damit nur, dass man eine bestimmte Zeit an einem Ort oder mit einer Tätigkeit füllt. Das kann schön, langweilig oder nützlich sein. „Zeit vertun“ ist negativ und bedeutet, dass man Zeit verschwendet oder nichts Wichtiges damit macht. Die Wörter können verwechselt werden, weil man in beiden Fällen über Zeit spricht. Achte auf die Bewertung: „Zeit verbringen“ beschreibt nur, „Zeit vertun“ kritisiert.

Vor der Reise vertut Herr Müller keine Zeit und prüft sofort die Technik.
Im Sommer verbringen wir viele Nachmittage am See.