verwehen
Vom Wind davongetragen oder zerstreut werden. Bezieht sich oft auf leichte Materialien wie Sand, Schnee oder Blätter.
Die Spuren im Schnee waren über Nacht vollständig verweht.

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Vom Wind davongetragen oder zerstreut werden. Bezieht sich oft auf leichte Materialien wie Sand, Schnee oder Blätter.
Die Spuren im Schnee waren über Nacht vollständig verweht.

„Verwehen“ ist ein untrennbares Verb. Die Vorsilbe „ver-“ bleibt in allen Satzformen fest mit dem Verb „wehen“ verbunden. Sie deutet hier oft an, dass etwas verschwindet oder sich negativ verändert.
Ich hoffe, der Wind verweht die dunklen Wolken bald.
Das Perfekt von „verwehen“ wird mit dem Hilfsverb „sein“ gebildet, da es eine Veränderung des Zustands oder Ortes beschreibt. Das Subjekt wird durch den Wind bewegt oder verändert.
Der feine Sand ist vom Strand bis auf die Promenade verweht.
Wenn „verwehen“ ohne Objekt steht, bedeutet es, dass etwas vom Wind weggetragen wird. Wenn es ein Objekt hat oder im Passiv steht, bedeutet es, dass etwas von Sand oder Schnee zugedeckt wird.
Die leichten Papiere verwehten im Sturm.
In der Bedeutung „davongetragen werden“ sind die Subjekte typischerweise leichte Dinge, die der Wind bewegen kann, zum Beispiel Spuren, Blätter, Sand, Staub oder Schnee.
Der Duft der Blumen verwehte im leichten Wind.
„wehen“ und „verwehen“ haben beide mit Wind zu tun. „Wehen“ beschreibt den Wind selbst oder etwas, das sich im Wind bewegt, zum Beispiel eine Fahne. „Verwehen“ bedeutet dagegen, dass der Wind etwas wegträgt, zerstreut oder mit Schnee, Sand oder Blättern bedeckt. Lernende können die Wörter verwechseln, weil sie ähnlich aussehen und beide Wind ausdrücken. Wenn nur Bewegung durch Wind gemeint ist, passt „wehen“. Wenn etwas durch Wind verschwindet, verteilt wird oder zugedeckt wird, passt „verwehen“.

Nach dem Sturm sind die Spuren im Sand fast ganz verweht.
Am See weht heute ein kalter Wind.