verwurzeln
Bei Pflanzen: Wurzeln im Boden ausbilden und sich dadurch fest im Erdreich verankern.
Nach dem Umpflanzen braucht der Baum einige Zeit, um wieder gut zu verwurzeln.

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Bei Pflanzen: Wurzeln im Boden ausbilden und sich dadurch fest im Erdreich verankern.
Nach dem Umpflanzen braucht der Baum einige Zeit, um wieder gut zu verwurzeln.

Das Wort setzt sich aus der Vorsilbe „ver-" und dem Nomen „Wurzel" zusammen. Die Vorsilbe „ver-" beschreibt hier den Prozess, Wurzeln zu bilden und fest zu werden.
Die Ideologie ist tief in der Gesellschaft verwurzelt.
„Verwurzeln" ist ein untrennbares Verb. Die Vorsilbe „ver-" bleibt in allen Zeitformen und Satzkonstruktionen fest mit dem Verbstamm verbunden.
Er hat sich nie wirklich in der neuen Stadt verwurzelt.
In der übertragenen Bedeutung wird oft die Form „verwurzelt sein" (Partizip II + sein) verwendet. Seltener wird es reflexiv gebraucht: „sich an einem Ort verwurzeln".
Meine Familie ist seit Generationen in diesem Dorf verwurzelt.
Häufige Adverbien, die die Stärke der Verbindung beschreiben, sind „tief", „fest" oder „stark". Man ist oft „in" einer Kultur, einer Tradition oder einer Region verwurzelt.
Dieser Brauch ist tief in der lokalen Kultur verwurzelt.
„verankern“ und „verwurzeln“ haben beide mit festem Halt zu tun. „verankern“ beschreibt oft einen bewusst hergestellten Halt: Man befestigt etwas sicher oder macht eine Idee in einem System fest. „verwurzeln“ kommt vom Bild der Wurzeln. Bei Pflanzen ist es wörtlich gemeint, bei Menschen oder Gruppen meint es eine tiefe Verbindung zu einem Ort, einer Kultur oder einer Gemeinschaft. Die Wörter können verwirren, weil beide auch übertragen benutzt werden. „verankern“ passt eher zu Regeln, Rechten und festen Strukturen. „verwurzelt sein“ passt eher zu Heimat, Tradition und Zugehörigkeit.

Nach vielen Jahren in Köln ist Maria tief in der Stadt verwurzelt.
Das neue Gesetz verankert das Recht auf Beratung für alle Bürger.