vor
Gibt eine Position an, die sich räumlich weiter vorne befindet als etwas anderes.
Das Auto parkt direkt vor dem Haus.

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Gibt eine Position an, die sich räumlich weiter vorne befindet als etwas anderes.
Das Auto parkt direkt vor dem Haus.

„Vor“ ist eine Wechselpräposition. Sie wird mit dem Dativ verwendet, um einen Ort zu beschreiben (Frage: „Wo?“), und mit dem Akkusativ, um eine Richtung anzugeben (Frage: „Wohin?“).
Das Kind spielt vor dem Haus. (Wo? → Dativ)
Als Präfix in Verben wie „vorlesen“, „vorbereiten“ oder „vorstellen“ trägt „vor-“ oft die Bedeutung von „nach vorne“, „zuerst“ oder „öffentlich machen“.
Kannst du mir die Geschichte vorlesen?
Wenn „vor“ eine Zeitangabe in der Vergangenheit beschreibt (im Sinne von „ago“), steht die Zeitangabe immer im Dativ. Diese Konstruktion wird mit dem Präteritum oder Perfekt verwendet.
Wir haben uns vor einem Jahr kennengelernt.
Um die Ursache einer unkontrollierbaren körperlichen oder emotionalen Reaktion auszudrücken, verwendet man „vor“ mit dem Dativ. Typische Verben sind „zittern“, „weinen“, „Angst haben“ oder „strotzen“.
Er konnte vor Aufregung kaum sprechen.
Verben, die Schutz, Warnung oder Flucht ausdrücken, werden oft mit „vor“ und dem Dativ kombiniert. Beispiele sind „schützen vor“, „warnen vor“ und „fliehen vor“.
Die Impfung soll vor der Krankheit schützen.
„in“ und „vor“ können beide einen Ort oder eine Zeit angeben, aber sie zeigen unterschiedliche Beziehungen. Bei Orten bedeutet „in“, dass etwas innerhalb eines Raums oder Bereichs ist. „vor“ bedeutet, dass etwas weiter vorne oder außerhalb davor ist. Bei Zeiten ist der Unterschied besonders wichtig: „in einer Stunde“ meint eine Zeit in der Zukunft, „vor einer Stunde“ meint eine Zeit in der Vergangenheit. Lernende verwechseln die Wörter oft, weil beide bei Ort und Zeit vorkommen. Achte deshalb auf die Frage: innen oder davor, Zukunft oder Vergangenheit?

Vor dem Haus wartet schon ein Taxi.
Der Schlüssel liegt in der Tasche.