vorausgehen
Räumlich vor jemandem oder etwas anderem gehen oder fahren.
Gehen Sie nur voraus, ich kenne den Weg und folge Ihnen.

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Räumlich vor jemandem oder etwas anderem gehen oder fahren.
Gehen Sie nur voraus, ich kenne den Weg und folge Ihnen.

„Vorausgehen“ ist ein trennbares Verb. In einem Hauptsatz steht die Vorsilbe „voraus“ am Ende. In Nebensätzen und im Infinitiv mit „zu“ bleibt das Verb zusammen.
Der Guide ging der Gruppe im Museum voraus.
Das Verb setzt sich aus der Richtungspartikel „voraus“ (vorne, im Voraus) und dem Verb „gehen“ zusammen. Diese Struktur hilft, sowohl die räumliche als auch die zeitliche Bedeutung zu verstehen: etwas geht oder passiert vorher.
Bitte geh schon mal voraus und reserviere einen Tisch.
Das Perfekt von „vorausgehen“ wird immer mit dem Hilfsverb „sein“ gebildet, da es eine Bewegung oder einen Prozess beschreibt. Dies gilt für die räumliche und die zeitliche Bedeutung.
Er ist uns vorausgegangen, um den Weg zu prüfen.
In der zeitlichen Bedeutung steht das Ereignis, das später stattfindet, im Dativ. Die Satzstruktur ist oft: Subjekt (was vorher passiert) + Verb + Dativobjekt (was nachher passiert).
Dem Finale ging ein spannendes Halbfinale voraus.
„folgen“ und „vorausgehen“ beschreiben eine Reihenfolge, aber aus entgegengesetzter Richtung. Räumlich bedeutet „folgen“, dass jemand hinter einer Person oder Sache hergeht oder herfährt. „vorausgehen“ bedeutet, dass jemand vorne geht. Zeitlich bedeutet „folgen“, dass etwas danach kommt. „vorausgehen“ bedeutet, dass etwas vorher passiert. Lernende können die Wörter verwechseln, weil beide eine Reihenfolge ausdrücken. Wichtig ist die Blickrichtung: „folgen“ heißt hinterher oder danach, „vorausgehen“ heißt voran oder vorher.

Bei der Wanderung geht Anna voraus, damit die anderen den Weg finden.
Nach der kurzen Pause folgt das Team dem Reiseleiter durch die Altstadt.