
vorfinden
Jemanden oder etwas bei der Ankunft an einem Ort in einem bestimmten Zustand oder einer bestimmten Situation antreffen.
Als wir am Ferienhaus ankamen, haben wir alles so vorgefunden, wie es beschrieben war.
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Jemanden oder etwas bei der Ankunft an einem Ort in einem bestimmten Zustand oder einer bestimmten Situation antreffen.
Als wir am Ferienhaus ankamen, haben wir alles so vorgefunden, wie es beschrieben war.
„Vorfinden“ ist ein trennbares Verb. Im Hauptsatz steht die Vorsilbe „vor“ am Satzende. Das Partizip II lautet „vorgefunden“.
Als die Polizei eintraf, fand sie die Wohnung leer vor.
Die Vorsilbe „vor-“ betont, dass man etwas bei der Ankunft an einem Ort bereits so antrifft. Es geht nicht um das Ergebnis einer Suche, sondern um den Zustand, der einen erwartet.
Wir fanden eine Notiz an der Tür vor.
Sehr typisch ist die Konstruktion, bei der der Zustand des Vorgefundenen mit einem Adjektiv, Adverb oder einer Phrase beschrieben wird. Das Muster ist: „etwas [Beschreibung] vorfinden“.
Er fand sein Zimmer in einem chaotischen Zustand vor.
„Vorfinden“ gehört eher zur Schriftsprache oder einem formelleren Stil. Man findet es oft in Berichten, Beschreibungen oder Erzählungen.
Der Gutachter fand am Gebäude diverse Mängel vor.
Antreffen und vorfinden können beide bedeuten, dass man jemanden an einem Ort findet. Antreffen hebt eher die Begegnung oder das Auffinden hervor, während vorfinden zusätzlich den Zustand oder die Situation bei der Ankunft betont. Geht es nur um die Person, passt antreffen; soll ihr Zustand wichtig sein, passt vorfinden.

Als ich ins Büro kam, fand ich meine Kollegin dort erschöpft vor.
Als ich ins Büro kam, traf ich meine Kollegin dort an.