Ein erster, oft kleiner Eindruck von etwas, das in der Zukunft in größerem Umfang oder vollständig eintreten wird. Dies kann sich auf positive wie negative Erlebnisse beziehen.
beispiel
Der Trailer zum Film gab einen guten Vorgeschmack auf die spektakulären Actionszenen.
Tipps
Wortzusammensetzung
„Vorgeschmack“ setzt sich aus „vor“ (bevor) und „Geschmack“ zusammen. Es ist also wörtlich ein „Geschmack, den man vorher bekommt“ und wird bildlich für einen ersten Eindruck verwendet.
BEISPIEL
Die erste warme Frühlingssonne war ein Vorgeschmack auf den Sommer.
Feste Präposition
Das Wort wird fast immer mit der Präposition „auf“ und dem Akkusativ verwendet, um zu sagen, wovon man einen ersten Eindruck erhält: „ein Vorgeschmack auf etwas“.
BEISPIEL
Die Ausstellung bietet einen Vorgeschmack auf die Kunst der nächsten Generation.
Typische Verbindungen
Häufige Verben in Verbindung mit „Vorgeschmack“ sind „geben“, „bekommen“ oder „erhalten“. Oft wird es auch durch Adjektive wie „klein“ oder „bitter“ näher beschrieben.
BEISPIEL
Der kurze Stromausfall gab uns einen Vorgeschmack auf einen Winter ohne Heizung.
Vergleichen mit
near_synonym · confusable
Vorgeschmack vs Ausblick
„der Ausblick“ und „der Vorgeschmack“ können beide mit etwas Zukünftigem zu tun haben. „Ausblick“ meint eine Einschätzung oder Erwartung, was wahrscheinlich noch kommt. Das Wort passt gut in Berichten, Gesprächen über Pläne oder Prognosen. „Vorgeschmack“ meint dagegen einen ersten kleinen Eindruck von etwas, das später stärker oder größer kommt. Es geht also weniger um eine Prognose und mehr um ein erstes Erleben. Verwechseln kann man die Wörter, weil beide nach vorne in die Zukunft zeigen. Merksatz: Ein Ausblick sagt, was man erwartet; ein Vorgeschmack lässt einen schon etwas davon spüren.
Vorgeschmack
Der warme Frühlingstag war ein Vorgeschmack auf den Sommer.
Ausblick
Im Bericht gibt die Mitarbeiterin einen kurzen Ausblick auf die nächsten Projekte.