wahr
Den Tatsachen oder der Wirklichkeit entsprechend; korrekt und nicht falsch.
Die Geschichte, die er erzählt hat, ist tatsächlich wahr.

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Den Tatsachen oder der Wirklichkeit entsprechend; korrekt und nicht falsch.
Die Geschichte, die er erzählt hat, ist tatsächlich wahr.

Das Adjektiv „wahr“ ist der Kern einer Wortfamilie. Davon abgeleitet sind zum Beispiel „die Wahrheit“ (das Nomen), „wahrscheinlich“ (Adverb, „vermutlich wahr“) und „bewahrheiten“ (Verb, „sich als wahr erweisen“).
Niemand kennt die ganze Wahrheit.
Der Ausdruck „nicht wahr?“ ist eine feste Frage, die man an das Ende eines Satzes stellt, um die Zustimmung des Gesprächspartners zu erbitten. Sie bleibt immer unverändert, egal wie der Hauptsatz aufgebaut ist.
Du kommst morgen auch zur Party, nicht wahr?
Die Wendung „etwas wahr machen“ bedeutet, einen Wunsch, einen Traum oder auch eine Drohung in die Realität umzusetzen. Das Objekt steht dabei zwischen „wahr“ und „machen“.
Sie hat ihren Traum wahr gemacht und ein eigenes Café eröffnet.
Wenn „wahr“ allein als Prädikat steht, bedeutet es meist „korrekt“. Steht es dekliniert vor einem Nomen (z.B. „ein wahrer Freund“), bedeutet es oft „echt“ oder „aufrichtig“.
Ist es wahr, dass der Zug ausfällt?
„oder?“ und „nicht wahr?“ können beide am Satzende stehen, wenn man eine Bestätigung sucht. Mit „oder?“ klingt die Frage oft alltäglich und direkt: Man ist nicht ganz sicher oder möchte Zustimmung. „nicht wahr?“ hat dieselbe Funktion, klingt aber etwas formeller oder erklärender. Verwechseln kann man sie, weil beide aus einer Aussage eine Rückfrage machen. Wichtig ist: „wahr“ allein bedeutet normalerweise „richtig“ oder „echt“; in dieser Beziehung geht es nur um den Ausdruck „nicht wahr?“ am Satzende.

Du kommst morgen auch zum Training, nicht wahr?
Der Kurs beginnt heute um neun, oder?