westlich
In der Himmelsrichtung Westen liegend oder dorthin gerichtet.
Die westliche Küste des Landes ist bekannt für ihre schönen Strände.

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In der Himmelsrichtung Westen liegend oder dorthin gerichtet.
Die westliche Küste des Landes ist bekannt für ihre schönen Strände.

„Westlich“ leitet sich vom Nomen „der Westen“ ab. Die Endung „-lich“ macht das Nomen zu einem Adjektiv. Dasselbe Muster gilt für die anderen Himmelsrichtungen: „nördlich“, „südlich“ und „östlich“.
Die Sonne geht im Westen unter.
Um eine Position relativ zu einem Ort anzugeben, steht „westlich“ mit dem Genitiv oder mit der Präposition „von“ + Dativ. Die Variante mit „von“ ist in der gesprochenen Sprache häufiger.
Das Dorf liegt westlich des Flusses.
Steht „westlich“ vor einem Nomen (z.B. „die westliche Region“), beschreibt es einen Teil von etwas (m01). Steht es allein mit einem Ort (z.B. „westlich von Hamburg“), gibt es eine relative Position an (m02). Bezieht es sich auf Kultur oder Politik, ist die „westliche Welt“ gemeint (m03).
Die westliche Fassade des Gebäudes braucht einen neuen Anstrich.
Im kulturellen und politischen Sinn wird „westlich“ oft mit abstrakten Nomen wie „Werte“, „Kultur“, „Gesellschaft“, „Demokratie“ oder „Lebensstil“ kombiniert.
Freie Meinungsäußerung ist ein zentraler westlicher Wert.
„europäisch“ und „westlich“ können sich beide auf Kultur, Politik oder Gesellschaft beziehen. „europäisch“ meint aber Europa oder europäische Länder. „westlich“ meint die sogenannte westliche Welt, also oft Westeuropa und Nordamerika. Die Wörter können verwechselt werden, weil Europa häufig als Teil der westlichen Welt gesehen wird. Trotzdem ist „westlich“ weiter und kultureller gemeint, während „europäisch“ genauer auf Europa verweist.

Heute bespricht Luisa westliche Werte in ihrem Politikseminar.
Im Zug liest sie einen Text über europäische Länder für den Kurs.