übergeben
Jemandem etwas geben, meist auf eine formelle oder offizielle Weise; aushändigen.
Bei der Feier wurde dem Gewinner ein Scheck übergeben.

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Jemandem etwas geben, meist auf eine formelle oder offizielle Weise; aushändigen.
Bei der Feier wurde dem Gewinner ein Scheck übergeben.

„Übergeben“ ist ein untrennbares Verb. Die Vorsilbe „über-“ bleibt immer mit dem Verb verbunden und wird nicht betont. Die Betonung liegt auf der zweiten Silbe: über-GE-ben.
Er übergab mir die Dokumente am Ende des Gesprächs.
In den meisten Bedeutungen (außer „sich übergeben“) braucht das Verb zwei Objekte: Die Person, die etwas empfängt, steht im Dativ, und die Sache, die gegeben wird, steht im Akkusativ.
Der Präsident übergab dem Sieger (Dativ) die Medaille (Akkusativ).
Die Bedeutung „erbrechen“ existiert nur, wenn das Verb reflexiv mit „sich“ verwendet wird. Ohne das Reflexivpronomen hat „übergeben“ niemals diese Bedeutung.
Mir wurde plötzlich so schlecht, dass ich mich übergeben musste.
Die genaue Bedeutung hängt stark vom Objekt ab. Ein konkreter Gegenstand deutet auf „aushändigen“ (m01), eine Firma oder ein Amt auf „Verantwortung weitergeben“ (m03) und eine Stadt oder Festung auf „kapitulieren“ (m04).
Der Kapitän weigerte sich, das Schiff zu übergeben.
„geben“ und „übergeben“ können beide heißen, dass etwas von einer Person zu einer anderen kommt. „geben“ ist das normale, allgemeine Wort im Alltag. „übergeben“ klingt formeller oder offizieller und passt besonders, wenn Dokumente, Schlüssel, Aufgaben oder Verantwortung weitergegeben werden. Lernende können die Wörter verwechseln, weil in beiden Fällen jemand etwas bekommt. In einfachen Alltagssituationen klingt „geben“ natürlicher; bei einer offiziellen Übergabe ist „übergeben“ genauer.

Vor dem Termin hat die Assistentin dem Kunden die Unterlagen übergeben.
Kannst du mir bitte den Stift geben?