
wittern
Mit dem Geruchssinn etwas wahrnehmen. Dies wird hauptsächlich im Zusammenhang mit Tieren verwendet, die eine Fährte, Beute oder Gefahr riechen.
Der Jagdhund witterte ein Wildschwein im dichten Gebüsch.
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Mit dem Geruchssinn etwas wahrnehmen. Dies wird hauptsächlich im Zusammenhang mit Tieren verwendet, die eine Fährte, Beute oder Gefahr riechen.
Der Jagdhund witterte ein Wildschwein im dichten Gebüsch.

Im übertragenen Sinne eine Ahnung oder einen Verdacht haben; eine Gelegenheit oder Gefahr intuitiv spüren.
Die Journalistin witterte hinter der knappen Pressemitteilung eine große Geschichte.
Das Verb „wittern“ benötigt fast immer ein direktes Objekt im Akkusativ. Man wittert immer „etwas“ oder „jemanden“.
Der Fuchs witterte die Gefahr und versteckte sich.
Die Bedeutung erkennen Sie am Subjekt: Wenn ein Tier das Subjekt ist, geht es meist um den echten Geruchssinn. Wenn ein Mensch das Subjekt ist, geht es fast immer um eine Ahnung oder einen Verdacht im übertragenen Sinn.
Der Bär witterte den Rauch des Lagerfeuers.
Im Zusammenhang mit Tieren wird „wittern“ oft mit den Objekten „Beute“, „Gefahr“ oder „eine Fährte“ (eine Spur aus Geruch) kombiniert.
Der Wolf witterte seine Beute aus weiter Entfernung.
In der übertragenen Bedeutung für Menschen sind typische Objekte abstrakte Dinge wie „eine Chance“, „ein gutes Geschäft“, „Verrat“ oder „eine Intrige“.
Als Investor witterte er sofort eine einmalige Chance.
Beide Wörter können eine intuitive Wahrnehmung von Gefahr oder einer Gelegenheit ausdrücken. „Spüren“ ist allgemeiner und beschreibt ein Gefühl oder eine Ahnung, während „wittern“ oft einen Verdacht oder ein instinktives, eher misstrauisches Erkennen hervorhebt. Verwende „spüren“ für allgemeines Empfinden und „wittern“ für diese besondere Nuance.

Der erfahrene Händler witterte hinter dem günstigen Angebot einen Betrug.
Auf dem dunklen Weg spürte ich, dass etwas nicht stimmte.