wühlen
In einer weichen Masse wie Erde, Sand oder Schlamm graben oder sich darin bewegen, oft auf der Suche nach etwas.
Die Wildschweine haben nachts im Garten nach Wurzeln gewühlt.

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In einer weichen Masse wie Erde, Sand oder Schlamm graben oder sich darin bewegen, oft auf der Suche nach etwas.
Die Wildschweine haben nachts im Garten nach Wurzeln gewühlt.

Das Verb „wühlen“ wird fast immer mit der Präposition „in“ gefolgt von einem Ort im Dativ verwendet. Dieses Muster gilt für alle Bedeutungen, egal ob es sich um einen konkreten Ort oder eine abstrakte Idee handelt.
Das Kind wühlte fröhlich im Sandkasten.
In der Bedeutung „graben“ wird „wühlen“ sehr oft im Zusammenhang mit Tieren verwendet, die im Boden nach Futter suchen. Typische Subjekte sind Wildschweine oder Maulwürfe.
Ein Maulwurf hat in unserem Rasen gewühlt.
Diese Bedeutung beschreibt immer eine unordentliche und hektische Suche nach einem Gegenstand. Typische Orte sind Schubladen, Kisten, Taschen oder unaufgeräumte Papiere.
Er wühlte im Kleiderschrank nach einem passenden Hemd.
Die figurative Bedeutung erkennen Sie an abstrakten Nomen wie „Vergangenheit“, „Gedanken“ oder „Gefühlen“. Es beschreibt eine intensive und oft negative Beschäftigung mit inneren Themen.
Sie sollte nicht ständig in diesen negativen Gedanken wühlen.
„suchen“ und „wühlen“ können beide bedeuten, dass man etwas finden will. „suchen“ ist das allgemeine Wort: Man kann ruhig und geordnet nach einem Schlüssel, einer Person oder einem Dokument suchen. „wühlen“ klingt viel körperlicher und unordentlicher. Man greift zum Beispiel in eine Tasche, in eine Kiste oder in Erde und bewegt vieles durcheinander. Lernende können die Wörter verwechseln, weil bei „wühlen“ oft auch gesucht wird. Aber „wühlen“ beschreibt vor allem die Art des Suchens: intensiv, unruhig und oft mit Unordnung.

Im Büro wühlt Tom in seiner Tasche nach dem Ladekabel.
Vor dem Termin sucht mein Vater noch seine Unterlagen.