
zimperlich
Überempfindlich oder wehleidig, besonders in Bezug auf Schmerz, Schmutz oder Unannehmlichkeiten. Beschreibt eine Person, die sich schnell ekelt oder beklagt.
Beim Zelten darf man nicht so zimperlich sein, wenn mal ein Insekt im Zelt ist.
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Überempfindlich oder wehleidig, besonders in Bezug auf Schmerz, Schmutz oder Unannehmlichkeiten. Beschreibt eine Person, die sich schnell ekelt oder beklagt.
Beim Zelten darf man nicht so zimperlich sein, wenn mal ein Insekt im Zelt ist.

Zögerlich oder übertrieben rücksichtsvoll beim Handeln, wo eigentlich Entschlossenheit gefordert wäre. Wird oft in verneinter Form verwendet.
Die Polizei ging nicht gerade zimperlich mit den Demonstranten um.
In der Bedeutung „überempfindlich“ wird „zimperlich“ oft in Ratschlägen oder Aufforderungen verwendet, meist verneint. Eine typische Aufforderung ist: „Sei nicht so zimperlich!“
Du musst die Wunde säubern, jetzt sei doch nicht so zimperlich!
In der Bedeutung „zögerlich“ wird das Wort sehr häufig verneint gebraucht. „Nicht zimperlich sein“ bedeutet dann, entschlossen, hart oder rücksichtslos zu handeln.
Bei der Umstrukturierung war das neue Management nicht gerade zimperlich und hat viele Leute entlassen.
Die Wendung „nicht zimperlich mit jemandem/etwas umgehen“ ist sehr verbreitet. Sie beschreibt ein hartes oder konsequentes Vorgehen gegenüber einer Person oder Sache.
Der Kritiker ging in seiner Rezension nicht zimperlich mit dem neuen Film um.
Beide Wörter können beschreiben, dass jemand stark auf Schmerz oder Unannehmlichkeiten reagiert. „Empfindlich“ betont die leichte Reaktion selbst und ist neutraler, während „zimperlich“ oft wehleidiges Beklagen oder Ekel hervorhebt und meist abwertend klingt. Bei einer sachlichen Beschreibung passt eher „empfindlich“, bei übertriebener Abwehr eher „zimperlich“.

Beim Aufräumen der Garage war er zimperlich und beklagte sich über jeden kleinen Schmutz.
Seine Haut ist empfindlich und reagiert schnell auf das neue Waschmittel.