Ein gerichtliches Verfahren, bei dem das unbewegliche Vermögen (z.B. ein Haus oder Grundstück) eines Schuldners öffentlich versteigert wird, um mit dem Erlös die Forderungen der Gläubiger zu begleichen.
beispiel
Weil sie ihre Kreditraten nicht mehr zahlen konnten, kam ihr Haus in die Zwangsversteigerung.
Tipps
Wortzusammensetzung
Das Wort ist aus drei Teilen zusammengesetzt: „Zwang“ (compulsion, force), dem Fugen-s und „Versteigerung“ (auction). Es beschreibt also wörtlich eine „erzwungene Versteigerung“.
BEISPIEL
Eine Zwangsversteigerung ist die letzte Maßnahme, um Schulden einzutreiben.
Typische Verbindungen
Dieses Nomen wird oft mit festen Verben und Präpositionen verwendet. Typisch sind „etwas kommt in die Zwangsversteigerung“ oder „ein Haus bei einer Zwangsversteigerung kaufen“.
BEISPIEL
Das Nachbarhaus kommt bald in die Zwangsversteigerung.
Register: Fachsprache
„Zwangsversteigerung“ ist ein Begriff aus der Rechts- und Finanzsprache. Man findet ihn hauptsächlich in offiziellen Dokumenten, Nachrichten oder in Gesprächen über Schulden und Immobilien.
BEISPIEL
Im Amtsblatt wurde die Zwangsversteigerung des Grundstücks bekannt gegeben.
Vergleichen mit
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Zwangsversteigerung vs Auktion
„die Auktion“ und „die Zwangsversteigerung“ haben gemeinsam, dass etwas öffentlich verkauft wird und Gebote abgegeben werden. „Auktion“ ist das allgemeine Wort für so einen Verkauf. Das kann Kunst, Schmuck, Möbel oder vieles anderes sein. „Zwangsversteigerung“ ist viel spezieller: Sie ist ein gerichtliches Verfahren, oft bei einem Haus oder Grundstück, wenn Schulden bezahlt werden müssen. Lernende können die Wörter verwechseln, weil bei beiden geboten wird. Wenn es nur um einen normalen Verkauf mit Geboten geht, passt „Auktion“. Wenn ein Gericht und Schulden eine Rolle spielen, ist „Zwangsversteigerung“ genauer.
Zwangsversteigerung
Beim Termin erfährt Maria, dass die Zwangsversteigerung des Hauses nächste Woche beginnt.
Auktion
Bei der Auktion wurde eine alte Uhr für viel Geld verkauft.