aberkennen
Jemandem einen Titel, ein Recht oder eine Auszeichnung offiziell und per Entscheidung entziehen. Dies geschieht meist durch eine Behörde, ein Gericht oder eine Organisation.
Dem Sportler wurde die Goldmedaille wegen Dopings aberkannt.

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Jemandem einen Titel, ein Recht oder eine Auszeichnung offiziell und per Entscheidung entziehen. Dies geschieht meist durch eine Behörde, ein Gericht oder eine Organisation.
Dem Sportler wurde die Goldmedaille wegen Dopings aberkannt.

„Aberkennen“ ist ein trennbares Verb. Die Vorsilbe „ab-“ steht im Hauptsatz am Ende. In Nebensätzen und im Infinitiv mit „zu“ bleibt das Verb zusammen.
Das Gericht erkannte ihm den Titel ab.
Dieses Verb erfordert eine feste Satzstruktur: Die Person, der etwas weggenommen wird, steht im Dativ. Die Sache, die entzogen wird, steht im Akkusativ.
Man hat dem Fahrer (Dativ) den Führerschein (Akkusativ) aberkannt.
Das Verb besteht aus der Vorsilbe „ab-“ (weg, fort) und „erkennen“ (im Sinne von anerkennen). Die Bedeutung ist also, jemandem eine Anerkennung (einen Titel, ein Recht) wegzunehmen.
Wegen des Skandals wurde ihm die Ehrenbürgerschaft aberkannt.
In dieser offiziellen Bedeutung werden oft Titel, Rechte oder Auszeichnungen aberkannt. Typische Objekte sind: „die Staatsbürgerschaft“, „ein Doktortitel“, „eine Medaille“ oder „ein Recht“.
Der Universität wurde das Recht aberkannt, Prüfungen abzunehmen.
In dieser Bedeutung wird das Verb fast immer verneint, um das Gegenteil auszudrücken. „Man kann ihm seinen Mut nicht aberkennen“ bedeutet eigentlich: „Man muss anerkennen, dass er mutig ist.“
Ihren Einsatz für das Projekt kann man ihr wirklich nicht aberkennen.
„anerkennen“ und „aberkennen“ klingen sehr ähnlich, bedeuten aber oft das Gegenteil. „anerkennen“ heißt, etwas als gültig zu akzeptieren oder den Wert einer Leistung zu würdigen. „aberkennen“ heißt, jemandem etwas offiziell wegzunehmen, zum Beispiel einen Titel oder ein Recht. Es kann auch heißen, dass man jemandem eine Eigenschaft oder Fähigkeit nicht zugesteht. Die Wörter werden leicht verwechselt, weil nur eine kleine Vorsilbe den Sinn stark ändert. Praktisch: „anerkennen“ gibt Bestätigung, „aberkennen“ nimmt etwas weg oder bestreitet es.

Nach dem Betrug wurde dem Sportler die Medaille aberkannt.
Die Universität erkennt den ausländischen Abschluss offiziell an.