
anschneiden
Den ersten Schnitt in etwas machen, insbesondere bei Lebensmitteln wie einem Kuchen, einem Brot oder einem Braten, um es zu verteilen.
Wer von euch möchte die Geburtstagstorte anschneiden?
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Den ersten Schnitt in etwas machen, insbesondere bei Lebensmitteln wie einem Kuchen, einem Brot oder einem Braten, um es zu verteilen.
Wer von euch möchte die Geburtstagstorte anschneiden?

Ein Thema oder eine Frage zur Sprache bringen und beginnen, darüber zu reden, oft vorsichtig oder beiläufig.
In der Besprechung müssen wir unbedingt das Problem der Überstunden anschneiden.
„Anschneiden“ ist ein trennbares Verb. Im Hauptsatz steht die Vorsilbe „an-“ am Satzende. In Nebensätzen und Infinitivkonstruktionen bleibt das Verb zusammen.
Der Bürgermeister schneidet die Torte feierlich an.
Das Verb besteht aus der Vorsilbe „an-“ und dem Verb „schneiden“. Die Vorsilbe „an-“ drückt hier den Beginn einer Handlung aus. Man beginnt also, etwas zu schneiden – sei es wörtlich ein Kuchen oder bildlich ein Thema.
Sobald der erste Gast da ist, können wir das Brot anschneiden.
Die übertragene Bedeutung wird fast ausschließlich mit abstrakten Nomen verwendet, die ein Gesprächsthema bezeichnen. Typische Verbindungen sind „ein Thema anschneiden“, „ein Problem anschneiden“ oder „eine heikle Frage anschneiden“.
Er hat während des Abendessens vorsichtig das Thema Gehaltserhöhung angeschnitten.
Beide Verben bringen ein Thema oder eine Frage zur Sprache. „Ansprechen“ wirkt gezielt und direkt. „Anschneiden“ bezeichnet eher den vorsichtigen oder beiläufigen Beginn, ohne dass das Thema sofort ausführlich behandelt werden muss. Für eine bewusste Klärung passt „ansprechen“, für einen vorsichtigen Einstieg „anschneiden“.

Beim Kaffee schnitt Mia die heikle Frage nur vorsichtig an.
Vor dem Gespräch sprach Mia die heikle Frage gezielt an.