
auffressen
Nahrung vollständig fressen. Umgangssprachlich auch von Menschen gesagt, oft mit einem vorwurfsvollen oder abwertenden Ton.
Der Hund hat das ganze Futter aufgefressen.
auffressen – fraß auf – hat aufgefressen
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Nahrung vollständig fressen. Umgangssprachlich auch von Menschen gesagt, oft mit einem vorwurfsvollen oder abwertenden Ton.
Der Hund hat das ganze Futter aufgefressen.

Geld, Zeit oder andere verfügbare Mittel vollständig oder zu einem großen Teil verbrauchen.
Die Reparatur hat unsere gesamten Ersparnisse aufgefressen.

Etwas nach und nach angreifen und zerstören, besonders durch chemische Einwirkung.
Der Rost hat das dünne Blech fast vollständig aufgefressen.

Von einem starken Gefühl oder belastenden Gedanken völlig beherrscht und innerlich gequält werden.
Seit der Trennung wird er von Eifersucht aufgefressen.

Umgangssprachlich: Jemandem besonders starke Liebe oder Zärtlichkeit zeigen wollen. Häufig wird damit ausgedrückt, dass man jemanden außerordentlich liebenswert findet.
Das Baby ist so süß, dass ich es vor Liebe auffressen könnte.

Umgangssprachlich: Jemanden nicht grob oder feindselig behandeln. Die Wendung wird meist gebraucht, um jemandem die Angst vor einer Begegnung oder einem Gespräch zu nehmen.
Frag die Chefin ruhig nach einem Termin, sie wird dich schon nicht gleich auffressen.
| ich | fresse auf |
|---|---|
| du | frisst auf |
| er/sie/es | frisst auf |
| wir | fressen auf |
| ihr | fresst auf |
| sie | fressen auf |
| ich | fraß auf |
|---|---|
| du | fraßest auf fraßt auf |
| er/sie/es | fraß auf |
| wir | fraßen auf |
| ihr | fraßt auf |
| sie | fraßen auf |
| ich | habe aufgefressen |
|---|---|
| du | hast aufgefressen |
| er/sie/es | hat aufgefressen |
| wir | haben aufgefressen |
| ihr | habt aufgefressen |
| sie | haben aufgefressen |
| du | friss auf! |
|---|---|
| ihr | fresst auf! |
| Sie | fressen Sie auf! |
| ich | hatte aufgefressen |
|---|---|
| du | hattest aufgefressen |
| er/sie/es | hatte aufgefressen |
| wir | hatten aufgefressen |
| ihr | hattet aufgefressen |
| sie | hatten aufgefressen |
| ich | werde auffressen |
|---|---|
| du | wirst auffressen |
| er/sie/es | wird auffressen |
| wir | werden auffressen |
| ihr | werdet auffressen |
| sie | werden auffressen |
| ich | fresse auf |
|---|---|
| du | fressest auf |
| er/sie/es | fresse auf |
| wir | fressen auf |
| ihr | fresset auf |
| sie | fressen auf |
Für die indirekte Rede.
| ich | fräße auf |
|---|---|
| du | fräßest auf |
| er/sie/es | fräße auf |
| wir | fräßen auf |
| ihr | fräßet auf |
| sie | fräßen auf |
Für Wünsche und „würde“.
| Infinitiv | auffressen |
|---|---|
| mit zu | aufzufressen |
| Partizip I | auffressend |
| Partizip II | aufgefressen |
„Auffressen“ ist ein trennbares Verb: Im Hauptsatz steht „auf“ am Satzende, im Nebensatz bleibt das Verb zusammen. Im Infinitiv mit „zu“ steht „zu“ zwischen Vorsilbe und Stamm.
Die Ziege frisst den ganzen Salat auf.
Er ärgert sich, weil die Ziege den ganzen Salat auffrisst.
Die Ziege versucht, auch noch die Blumen aufzufressen.
„Auffressen“ besteht aus „auf“ und „fressen“. Die Vorsilbe verstärkt hier die Idee des vollständigen Verbrauchs oder Zerstörens.
Die Kinder haben den Kuchen bis auf den letzten Krümel aufgefressen.
„Auffressen“ klingt meist umgangssprachlich und bildhaft. Wenn es für Menschen verwendet wird, kann es je nach Situation grob, vorwurfsvoll oder scherzhaft wirken.
Du kannst doch nicht jeden Abend eine ganze Pizza auffressen.
In der Bedeutung rund ums Essen steht „auffressen“ häufig mit Ausdrücken wie „alles“, „das ganze Futter“ oder „bis auf den letzten Krümel“. Das Verb betont dabei, dass nichts übrig bleibt.
Die Schnecken haben über Nacht alles aufgefressen, was im Beet wuchs.
Wenn Geld, Zeit oder andere Ressourcen das Objekt sind, steht „auffressen“ oft mit Mengenangaben wie „fast alles“, „die Hälfte“ oder „unsere gesamten Ersparnisse“. Häufig ist das Subjekt eine Ausgabe, ein Problem oder ein längerer Prozess.
Die hohen Energiekosten fressen inzwischen einen großen Teil unseres Budgets auf.
In dieser Bedeutung sind Stoffe oder Prozesse oft das Subjekt von „auffressen“, besonders bei Rost und Säure. Das angegriffene Material steht als Akkusativobjekt.
Die Säure hat das Metall innerhalb weniger Stunden aufgefressen.
Bei starken Gefühlen oder belastenden Gedanken wird die betroffene Person häufig als Passivsubjekt verwendet. Das Gefühl oder der Gedanke steht nach „von“ im Dativ.
Sie wird von Schuldgefühlen aufgefressen und findet kaum noch Ruhe.
„Jemanden vor Liebe auffressen“ ist eine übertreibende, liebevolle Redewendung. Sie wird oft bei kleinen Kindern, Tieren oder besonders niedlichen Menschen verwendet und ist nicht wörtlich gemeint.
Die Oma drückte ihren Enkel an sich und sagte: „Ich könnte dich vor Liebe auffressen!“
In „jemanden nicht gleich auffressen“ steht „gleich“ für eine sofortige, befürchtete Reaktion. Die Wendung soll eine Person beruhigen, die vor einem Gespräch oder einer Bitte Angst hat.
Hab keine Angst vor dem Prüfer, er frisst dich schon nicht gleich auf.