
der Tritt
Ein kräftiger Stoß mit dem Fuß.
Mit einem kräftigen Tritt öffnete er die klemmende Tür.
Tritt
der Tritt, die Tritte
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Ein kräftiger Stoß mit dem Fuß.
Mit einem kräftigen Tritt öffnete er die klemmende Tür.

Ein einzelner Schritt beim Gehen oder Laufen, auch das dabei entstehende Geräusch.
Auf der knarrenden Treppe war jeder Tritt zu hören.

Eine Stufe oder eine kleine Fläche, auf die man den Fuß setzt, um höher zu gelangen oder Halt zu finden.
Die Kletterin suchte mit dem Fuß nach einem sicheren Tritt im Fels.

Ein kleiner Schemel oder eine niedrige Leiter, auf die man steigt, um etwas höher Gelegenes zu erreichen.
Ohne einen Tritt komme ich nicht an das oberste Regalfach.

Überall und ständig; bei fast allem, was jemand tut.
In dieser Stadt begegnet man auf Schritt und Tritt Spuren der römischen Vergangenheit.

Den gleichmäßigen Rhythmus einer Bewegung verlieren. Übertragen bedeutet die Wendung, bei einer Tätigkeit oder im Alltag die gewohnte Sicherheit und Ordnung zu verlieren.
Durch die ständigen Unterbrechungen geriet sie bei ihrer Arbeit völlig aus dem Tritt.

Einen gleichmäßigen Rhythmus finden. Übertragen bedeutet die Wendung, nach anfänglichen Schwierigkeiten wieder sicher und erfolgreich tätig zu werden.
Nach dem schwachen Saisonstart kommt die Mannschaft langsam wieder in Tritt.

Umgangssprachlich: Jemanden durch eine deutliche Aufforderung oder Druck dazu bringen, endlich etwas zu tun.
Ohne einen kräftigen Tritt von seiner Schwester hätte er die Bewerbung nie abgeschickt.

Die Art, wie jemand geht und dabei die Füße aufsetzt.
Der alte Mann ging mit schwerem, schleppendem Tritt über den Hof.

Nach einer unsicheren oder schwierigen Phase wieder Halt und Stabilität finden. Ursprünglich bedeutet die Wendung, beim Marschieren in den Gleichschritt zu kommen.
Die Wirtschaft hat nach der Krise nur langsam wieder Tritt gefasst.

Besonders in der Jägersprache: Der einzelne Fußabdruck eines Wildtieres.
Der Jäger untersuchte den frischen Tritt eines Hirsches im weichen Boden.
| Genus | maskulin der |
|---|---|
| Plural | die Tritte |
| Genitiv | des Trittes |
| Singular | Plural | |
|---|---|---|
| Nominativ | der Tritt | die Tritte |
| Akkusativ | den Tritt | die Tritte |
| Dativ | dem Tritt | den Tritten |
| Genitiv | des Trittes des Tritts | der Tritte |
Der Artikel ändert sich mit dem Fall; er ist farbig markiert.
„Tritt“ gehört zur Wortfamilie von „treten“. Diese Verbindung hilft dabei, die verschiedenen Bedeutungen rund um Fußbewegung, Schritte und das Aufsetzen des Fußes zu erkennen.
Beim Wandern achtete sie auf jeden Tritt im unebenen Gelände.
Beim körperlichen Stoß steht die betroffene Person meist im Dativ. Die getroffene Körperstelle wird häufig mit „gegen“ und dem Akkusativ genannt.
Das Pferd versetzte dem Tierarzt einen Tritt gegen das Schienbein.
In dieser Bedeutung steht „Tritt“ oft mit Wörtern, die ein Geräusch oder einen Rhythmus beschreiben. Typische Verbindungen sind „jeder Tritt“, „leiser Tritt“ und „schwerer Tritt“.
Sein leiser Tritt auf dem Flur weckte niemanden.
Für eine kleine Fläche zum Aufsetzen des Fußes steht „Tritt“ besonders häufig in Verbindungen mit „Fels“, „Wand“ oder „Halt“. Dabei geht es meist um das Suchen oder Finden eines sicheren Tritts.
In der glatten Wand gab es kaum einen Tritt, der genug Halt bot.
Der kleine Schemel wird oft mit „aufstellen“, „holen“ oder „benutzen“ verbunden. Typisch ist die Konstruktion „einen Tritt vor etwas stellen“, wenn man einen höheren Platz erreichen möchte.
Er stellte einen Tritt vor das Fenster und wechselte die Glühbirne.
In „auf Schritt und Tritt“ steht „Tritt“ immer zusammen mit „Schritt“. Die Wendung wird häufig vor Orts- oder Tätigkeitsangaben verwendet und beschreibt etwas, das man ständig oder überall erlebt.
Der kleine Hund folgt seinem Besitzer auf Schritt und Tritt.
„Aus dem Tritt geraten“ wird häufig durch Störungen, Stress oder unerwartete Ereignisse ausgelöst. Im übertragenen Gebrauch folgen oft Angaben zu Arbeit, Alltag oder einem gewohnten Ablauf.
Nach der überraschenden Nachricht geriet sein ganzer Tagesplan aus dem Tritt.
„In Tritt kommen“ steht besonders oft mit „wieder“ oder „langsam“. Die Wendung beschreibt, dass eine Person, Gruppe oder Tätigkeit nach einer schwierigen Anfangsphase einen funktionierenden Ablauf findet.
Der Stürmer kommt nach seiner langen Verletzungspause nur schwer wieder in Tritt.
„Jemandem einen Tritt geben“ ist in dieser Bedeutung umgangssprachlich und bildlich gemeint. Häufig steht die Wendung mit einer Aufforderung oder einem Anlass, der zeigt, was die betreffende Person endlich tun soll.
Sein Vater musste ihm einen Tritt geben, damit er die Rechnung bezahlte.
Für die Art des Gehens steht „Tritt“ häufig mit beschreibenden Adjektiven wie „schwer“, „schleppend“ oder „sicher“. Solche Kombinationen lenken den Blick auf Rhythmus und Fußaufsetzung.
An ihrem unsicheren Tritt bemerkte man, dass sie müde war.
„Tritt fassen“ wird meist mit „wieder“ verwendet. Die Wendung beschreibt, dass eine Person, eine Firma oder die Wirtschaft nach einer schwierigen Zeit wieder Halt und Stabilität findet.
Nach dem Umzug musste sie erst wieder Tritt fassen.
Diese Bedeutung gehört zur Jägersprache und erscheint deshalb besonders in Berichten über Wildtiere, Spuren und die Suche im Gelände. Häufig wird „Tritt“ mit einer Tierart oder mit Adjektiven wie „frisch“ und „deutlich“ verbunden.
Im Schnee entdeckte der Förster frische Tritte eines Rehs.