
auftun
Etwas öffnen. Diese Verwendung ist eher regional; üblicher sind „öffnen“ und „aufmachen“.
Tu bitte die Tür auf, es hat geklingelt.
auftun – tat auf – hat aufgetan
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Etwas öffnen. Diese Verwendung ist eher regional; üblicher sind „öffnen“ und „aufmachen“.
Tu bitte die Tür auf, es hat geklingelt.

Sich zeigen oder entstehen, besonders als neue Möglichkeit, Schwierigkeit oder Erkenntnis.
Durch die Zusammenarbeit tun sich für uns neue Möglichkeiten auf.

Umgangssprachlich: jemanden oder etwas nach einer Suche finden oder beschaffen.
Wo hast du denn dieses seltene Ersatzteil aufgetan?

Sich öffnen, sodass eine Öffnung oder ein freier Raum entsteht oder sichtbar wird.
Bei dem Erdbeben tat sich ein breiter Spalt im Boden auf.

Regional: Essen auf einen Teller geben, um es jemandem zu servieren.
Soll ich dir noch etwas Reis auftun?
| ich | tue auf |
|---|---|
| du | tust auf |
| er/sie/es | tut auf |
| wir | tun auf |
| ihr | tut auf |
| sie | tun auf |
| ich | tat auf |
|---|---|
| du | tatest auf tatst auf |
| er/sie/es | tat auf |
| wir | taten auf |
| ihr | tatet auf |
| sie | taten auf |
| ich | habe aufgetan |
|---|---|
| du | hast aufgetan |
| er/sie/es | hat aufgetan |
| wir | haben aufgetan |
| ihr | habt aufgetan |
| sie | haben aufgetan |
| du | tu auf! tue auf! |
|---|---|
| ihr | tut auf! |
| Sie | tun Sie auf! |
| ich | hatte aufgetan |
|---|---|
| du | hattest aufgetan |
| er/sie/es | hatte aufgetan |
| wir | hatten aufgetan |
| ihr | hattet aufgetan |
| sie | hatten aufgetan |
| ich | werde auftun |
|---|---|
| du | wirst auftun |
| er/sie/es | wird auftun |
| wir | werden auftun |
| ihr | werdet auftun |
| sie | werden auftun |
| ich | tue auf |
|---|---|
| du | tuest auf |
| er/sie/es | tue auf |
| wir | tuen auf |
| ihr | tuet auf |
| sie | tuen auf |
Für die indirekte Rede.
| ich | täte auf |
|---|---|
| du | tätest auf |
| er/sie/es | täte auf |
| wir | täten auf |
| ihr | tätet auf |
| sie | täten auf |
Für Wünsche und „würde“.
| Infinitiv | auftun |
|---|---|
| mit zu | aufzutun |
| Partizip I | auftuend |
| Partizip II | aufgetan |
„Auftun“ besteht aus „auf“ und „tun“ und ist trennbar. Im Hauptsatz steht „auf“ getrennt am Ende, im Nebensatz bleibt es mit dem Verb verbunden. Beim Infinitiv mit „zu“ steht „zu“ dazwischen: „aufzutun“.
Er tut das Fenster auf.
Ich warte, bis er das Fenster auftut.
Sie bat ihn, das Fenster aufzutun.
Die Verbindung „den Mund auftun“ kann sich auf das Sprechen beziehen. Besonders mit einer Verneinung beschreibt sie oft kritisch, dass jemand schweigt oder sich nicht am Gespräch beteiligt.
Während der ganzen Besprechung hat er kein einziges Mal den Mund aufgetan.
Typische Verbindungen sind „Möglichkeiten tun sich auf“, „Chancen tun sich auf“ und „Probleme tun sich auf“. Die Möglichkeit oder Schwierigkeit ist das Subjekt; mit „für“ plus Akkusativ kannst du ergänzen, wen sie betrifft.
Nach dem Abschluss tun sich für die jungen Leute neue Chancen auf.
In Fragen und Bitten steht „auftun“ häufig mit „noch irgendwo“ oder „auf die Schnelle“. Solche Verbindungen passen besonders, wenn etwas kurzfristig oder trotz begrenzter Verfügbarkeit gebraucht wird.
Kannst du für heute Abend noch irgendwo zwei Eintrittskarten auftun?
Bei „sich auftun“ stehen häufig räumliche Angaben wie „im Boden“, „in der Wand“ oder „vor jemandem“. Sie zeigen, wo die Öffnung entsteht oder sichtbar wird; in diesen Verbindungen steht der Dativ.
Plötzlich tat sich in der Wand ein großer Riss auf.
Beim Servieren steht die Person im Dativ und das Essen im Akkusativ. Die Menge wird häufig mit „etwas“, „noch etwas“ oder „eine Portion“ angegeben.
Die Großmutter tat dem Kind eine kleine Portion Kartoffeln auf.