etwas ausbaden
Die negativen Konsequenzen für etwas tragen müssen, das eine andere Person verursacht oder falsch gemacht hat.
Sein Kollege hat den Fehler gemacht, aber er musste die Sache beim Chef ausbaden.

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Die negativen Konsequenzen für etwas tragen müssen, das eine andere Person verursacht oder falsch gemacht hat.
Sein Kollege hat den Fehler gemacht, aber er musste die Sache beim Chef ausbaden.

„Ausbaden“ ist ein trennbares Verb. Die Vorsilbe „aus-“ steht im Hauptsatz am Ende. In Nebensätzen oder im Infinitiv mit „zu“ bleibt das Verb zusammen.
Mein Kollege war krank, also musste ich seine Arbeit mit ausbaden.
Das Wort setzt sich aus „aus-“ und „baden“ zusammen. Die Bedeutung ist rein bildlich und nicht wörtlich zu verstehen. Man trägt die unangenehmen Folgen einer Handlung, so als müsste man sprichwörtlich in etwas Unangenehmem „baden“.
Der Praktikant hat den Kaffee verschüttet, und ich durfte es vor dem Kunden ausbaden.
Der Ausdruck „etwas ausbaden“ gehört zur Umgangssprache. Er beschreibt auf eine sehr bildliche und leicht informelle Weise, wie jemand die Konsequenzen für andere tragen muss.
Jetzt darf ich den ganzen Schlamassel allein ausbaden, toll!
„baden“ und „ausbaden“ sehen sehr ähnlich aus, bedeuten aber meistens nicht dasselbe. „Baden“ benutzt man wörtlich, wenn jemand im Wasser ist, zum Beispiel in der Badewanne, im See oder im Meer. „Ausbaden“ bedeutet nicht, dass man länger badet, sondern dass man die negativen Folgen von etwas tragen muss. Verwirrend ist, dass es auch die feste Wendung „etwas ausbaden müssen“ gibt. Ohne „aus-“ geht es meist um Wasser; mit „aus-“ geht es um unangenehme Konsequenzen.

Die Gäste kamen zu spät, und der Kellner musste den Ärger ausbaden.
Im Sommer baden die Kinder gern im See hinter dem Campingplatz.