haften (für)
Rechtlich oder finanziell für einen entstandenen Schaden, eine Schuld oder eine Verpflichtung verantwortlich sein und dafür geradestehen müssen.
Eltern haften für ihre Kinder.

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Rechtlich oder finanziell für einen entstandenen Schaden, eine Schuld oder eine Verpflichtung verantwortlich sein und dafür geradestehen müssen.
Eltern haften für ihre Kinder.

Die Präposition nach „haften“ verändert die Bedeutung komplett. „Haften für“ bedeutet Verantwortung übernehmen, während „haften an/auf“ physisches Kleben beschreibt.
Der Aufkleber haftet nicht gut auf der rauen Wand.
In der juristischen Bedeutung steht „haften“ immer mit der Präposition „für“ gefolgt vom Akkusativ. Die Struktur ist: Jemand haftet für etwas/jemanden.
Laut Vertrag haftet die Firma für alle Lieferverzögerungen.
Wenn „haften“ „kleben“ bedeutet, wird es mit den Präpositionen „an“ oder „auf“ und dem Dativ verwendet. Es beschreibt, wo etwas physisch befestigt ist.
Nach dem Spaziergang im Wald haftete Schmutz an meinen Schuhen.
Die Wendung „im Gedächtnis haften bleiben“ ist eine feste Kombination. Sie beschreibt eine Erinnerung, die sehr stark und präsent ist. Die Person steht dabei im Dativ.
Diese besondere Melodie ist mir seit meiner Kindheit im Gedächtnis haften geblieben.
„tragen“ und „haften“ können beide ausdrücken, dass jemand für Folgen oder Kosten einstehen muss. „tragen“ ist allgemeiner: Man kann Kosten, Verantwortung oder Konsequenzen tragen. „haften“ benutzt man vor allem in rechtlichen oder finanziellen Situationen. Es bedeutet, dass jemand für einen Schaden, eine Schuld oder eine Pflicht verantwortlich ist und zahlen oder einstehen muss. Die Wörter können verwechselt werden, weil beide mit Verantwortung zu tun haben. „haften“ ist aber enger und rechtlicher; „tragen“ passt auch in normalen Alltagssituationen.

Bei einem Schaden haftet der Mieter für die Reparatur.
Die Eltern tragen die Kosten für die Klassenfahrt.