
haften (für)
Rechtlich oder finanziell für einen entstandenen Schaden, eine Schuld oder eine Verpflichtung verantwortlich sein und dafür geradestehen müssen.
Eltern haften für ihre Kinder.
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Rechtlich oder finanziell für einen entstandenen Schaden, eine Schuld oder eine Verpflichtung verantwortlich sein und dafür geradestehen müssen.
Eltern haften für ihre Kinder.

An einer Oberfläche kleben oder fest anhaften.
Der Aufkleber haftet sehr gut auf der glatten Oberfläche.

Im Gedächtnis oder in der Erinnerung bleiben.
Sein seltsames Lächeln ist mir im Gedächtnis haften geblieben.
Die Präposition nach „haften“ verändert die Bedeutung komplett. „Haften für“ bedeutet Verantwortung übernehmen, während „haften an/auf“ physisches Kleben beschreibt.
Der Aufkleber haftet nicht gut auf der rauen Wand.
In der juristischen Bedeutung steht „haften“ immer mit der Präposition „für“ gefolgt vom Akkusativ. Die Struktur ist: Jemand haftet für etwas/jemanden.
Laut Vertrag haftet die Firma für alle Lieferverzögerungen.
Wenn „haften“ „kleben“ bedeutet, wird es mit den Präpositionen „an“ oder „auf“ und dem Dativ verwendet. Es beschreibt, wo etwas physisch befestigt ist.
Nach dem Spaziergang im Wald haftete Schmutz an meinen Schuhen.
Die Wendung „im Gedächtnis haften bleiben“ ist eine feste Kombination. Sie beschreibt eine Erinnerung, die sehr stark und präsent ist. Die Person steht dabei im Dativ.
Diese besondere Melodie ist mir seit meiner Kindheit im Gedächtnis haften geblieben.
Hängen und haften können beide beschreiben, dass etwas an einer Wand befestigt ist. Beim Hängen wird der Gegenstand von einem Punkt oder einer Halterung getragen und hängt nach unten. Beim Haften bleibt er durch direkten Kontakt mit der Oberfläche daran.

Das Schild haftet mit Klebestreifen direkt an der Wand.
Das Schild hängt an einem Haken an der Wand.