
sich ausleben
Die eigenen Wünsche, Neigungen und Triebe ohne Hemmungen und Einschränkungen verwirklichen und genießen.
Nach dem Abitur wollte er erst einmal reisen und sich richtig ausleben.
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Die eigenen Wünsche, Neigungen und Triebe ohne Hemmungen und Einschränkungen verwirklichen und genießen.
Nach dem Abitur wollte er erst einmal reisen und sich richtig ausleben.

Bestimmte Gefühle, Fantasien oder eine bestimmte Seite der eigenen Persönlichkeit voll zum Ausdruck bringen oder in die Tat umsetzen.
Im Theater kann sie ihre kreative Seite voll ausleben.
„Ausleben“ ist ein trennbares Verb. Die Vorsilbe „aus-“ steht im Hauptsatz am Ende. Sie verstärkt die Bedeutung von „leben“ im Sinne von „vollständig“ oder „bis zum Ende“.
Hier lebt sie ihre künstlerische Ader voll aus.
Man unterscheidet zwei Strukturen: Die reflexive Form „sich ausleben“ bedeutet, das Leben frei zu genießen. Die transitive Form „etwas ausleben“ bedeutet, ein bestimmtes Gefühl oder eine Neigung auszudrücken.
In ihrer Jugend hat sie sich richtig ausgelebt.
Wenn man eine Eigenschaft oder ein Gefühl zum Ausdruck bringt, sind typische Objekte „seine Kreativität“, „seine Fantasie“, „seine Gefühle“ oder „seine Neigungen“.
Als Musiker kann er seine Emotionen auf der Bühne ausleben.
Ein Gefühl ausdrücken heißt, es anderen mitzuteilen oder sichtbar darzustellen. Ein Gefühl ausleben geht weiter: Man erlebt es intensiv und setzt es durch das eigene Verhalten in die Tat um. Ausleben betont daher das aktive und volle Erleben.

Beim wilden Trommeln lebte sie ihre Wut mit voller Kraft aus.
Im Gespräch drückte sie ihre Wut mit klaren Worten aus.