begnadigen
Einer verurteilten Person die Strafe ganz oder teilweise erlassen. Dies ist ein Gnadenakt, der meist von einem Staatsoberhaupt ausgeht.
Der Präsident hat den Gefangenen nach zwanzig Jahren Haft begnadigt.

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Einer verurteilten Person die Strafe ganz oder teilweise erlassen. Dies ist ein Gnadenakt, der meist von einem Staatsoberhaupt ausgeht.
Der Präsident hat den Gefangenen nach zwanzig Jahren Haft begnadigt.

Das Verb setzt sich aus der Vorsilbe „be-“ und dem Nomen „die Gnade“ (mercy) zusammen. Es bedeutet wörtlich, jemandem Gnade zu erweisen. Als Verb mit der Vorsilbe „be-“ ist es untrennbar.
Er hoffte auf die Gnade des Königs.
Die Person, der die Strafe erlassen wird, steht immer im Akkusativ. Die Struktur lautet: Jemand (Nominativ) begnadigt jemanden (Akkusativ).
Die Königin begnadigte den zum Tode Verurteilten.
Dieses Wort wird fast ausschließlich im juristischen oder politischen Kontext verwendet. Es beschreibt einen offiziellen Akt durch ein Staatsoberhaupt (z.B. Präsident, König) und ist kein Wort für den Alltag.
Nur der Gouverneur hat die Macht, den Häftling zu begnadigen.
„verurteilen“ und „begnadigen“ gehören beide zum Bereich Gericht und Strafe, stehen aber in einem klaren Gegensatz. Wenn ein Gericht jemanden verurteilt, legt es eine Strafe fest. Wenn eine zuständige Person jemanden begnadigt, wird diese Strafe ganz oder teilweise erlassen. Wichtig ist: Man kann normalerweise nur jemanden begnadigen, der schon verurteilt wurde. Lernende können die Wörter verwechseln, weil beide mit Strafe verbunden sind. Als Orientierung: „verurteilen“ beginnt oder bestätigt die Strafe, „begnadigen“ nimmt sie wieder weg oder macht sie leichter.

Der Präsident begnadigt die verurteilte Frau nach vielen Jahren im Gefängnis.
Der Richter verurteilt den Mann wegen Diebstahls zu einer Geldstrafe.