
beichten
Im religiösen Kontext, insbesondere im Christentum, einem Priester seine Sünden bekennen, um Vergebung zu erlangen.
Sie ging einmal im Monat in die Kirche, um zu beichten.
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Im religiösen Kontext, insbesondere im Christentum, einem Priester seine Sünden bekennen, um Vergebung zu erlangen.
Sie ging einmal im Monat in die Kirche, um zu beichten.

Umgangssprachlich und im übertragenen Sinne: jemandem ein Geheimnis, einen Fehler oder eine peinliche Tat gestehen.
Nach langem Zögern beichtete er seiner Freundin, dass er die teure Vase zerbrochen hatte.
„Beichten“ wird sehr oft mit einem Dativobjekt (die Person, der man etwas gesteht) und einem Akkusativobjekt (das Geständnis) verwendet. Die Struktur lautet: jemandem (Dativ) etwas (Akkusativ) beichten.
Er hat seinem besten Freund die Wahrheit gebeichtet.
Das Verb „beichten“ ist untrennbar. Die Vorsilbe „be-“ bleibt in allen Satzformen fest mit dem Verb verbunden, auch im Partizip II („gebeichtet“).
Sie beichtete, dass sie einen Fehler gemacht hatte.
Ob die religiöse oder die alltägliche Bedeutung gemeint ist, erkennst du am Kontext. Wörter wie „Priester“, „Kirche“ oder „Sünden“ deuten auf die religiöse Bedeutung hin. Wörter wie „Geheimnis“ oder „Fehler“ deuten auf die umgangssprachliche Bedeutung hin.
Der Gläubige beichtet seine Sünden im Beichtstuhl.
Die Verwendung von „beichten“ für alltägliche Geheimnisse oder Fehler ist informell und gehört zur gesprochenen Sprache. Es hat oft einen leicht humorvollen oder dramatischen Unterton.
Na los, beichte! Wer hat das letzte Stück Schokolade genommen?
Beide Wörter können das schuldbewusste Erzählen eines Fehlers oder einer peinlichen Sache bezeichnen. „Beichten“ hat dabei oft einen religiösen oder scherzhaft-umgangssprachlichen Beiklang, während „gestehen“ allgemeiner ist. Wähle „beichten“, wenn dieser besondere Ton mitschwingt.

Ich musste meiner Schwester beichten, dass ich ihr Geschenk vergessen hatte.
Ich gestand meiner Schwester, dass ich ihr Geschenk vergessen hatte.