Ein veraltendes Adverb, das zur starken Betonung einer Verneinung verwendet wird und so viel wie „ganz und gar nicht“ oder „auf keinen Fall“ bedeutet. Es steht fast immer in Verbindung mit „nicht“.
beispiel
Das ist beileibe nicht so einfach, wie du es dir vorstellst.
Tipps
Feste Verbindung mit „nicht“
„Beileibe“ wird fast immer zusammen mit „nicht“ verwendet, um eine Verneinung stark zu betonen. Die feste Reihenfolge ist „beileibe nicht“.
BEISPIEL
Diese Aufgabe ist beileibe nicht unmöglich, aber sehr schwer.
Gehobener Sprachstil
Dieses Wort gehört einem gehobenen oder leicht veralteten Sprachstil an. Man findet es eher in der Schriftsprache als in der alltäglichen Umgangssprache.
BEISPIEL
Ich bin mit diesem Vorschlag beileibe nicht einverstanden.
Herkunft des Wortes
„Beileibe“ kommt von der alten Wendung „bei Leibe“, was so viel wie „bei meinem Körper“ bedeutet. Es war ursprünglich ein Schwur, was die starke, betonende Kraft des Wortes erklärt.
BEISPIEL
Das Ergebnis war beileibe nicht das, was wir erwartet hatten.
Vergleichen mit
synonym
beileibe vs keineswegs
„keineswegs“ und „beileibe“ verstärken beide eine Verneinung. Sie sagen klar: Das stimmt ganz und gar nicht. „keineswegs“ ist dabei das normalere Wort und kann in vielen Situationen stehen. „beileibe“ klingt etwas älter oder gehobener und steht fast immer zusammen mit „nicht“. In der Bedeutung sind sie sehr nah. Wenn du natürlich und neutral sprechen möchtest, ist „keineswegs“ meist die sichere Wahl; „beileibe nicht“ wirkt stärker und etwas besonderer.
beileibe
Nach der langen Krankheit ist er beileibe noch nicht wieder fit.
keineswegs
Der neue Plan ist keineswegs so einfach, wie er zuerst klingt.