beschmieren
Etwas, oft eine klebrige, schmutzige oder farbige Substanz, unordentlich und flächig auf eine Oberfläche auftragen oder verteilen.
Das Kind hat die Wand mit Schokolade beschmiert.

Loading your saved state.
Etwas, oft eine klebrige, schmutzige oder farbige Substanz, unordentlich und flächig auf eine Oberfläche auftragen oder verteilen.
Das Kind hat die Wand mit Schokolade beschmiert.

„Beschmieren“ ist ein untrennbares Verb mit der Vorsilbe „be-“. Die Vorsilbe bleibt in allen Zeitformen und Satztypen fest mit dem Verb „schmieren“ verbunden.
Er hat die ganze Tischdecke mit Marmelade beschmiert.
Die Konstruktion ist immer: Jemand beschmiert ETWAS (Akkusativ) mit ETWAS (Dativ). Die Oberfläche ist das Akkusativobjekt und die Substanz wird mit „mit“ + Dativ angeschlossen.
Die Kinder haben den Spiegel mit Zahnpasta beschmiert.
Das Wort „beschmieren“ hat immer eine negative Konnotation. Es bedeutet, etwas unordentlich, schmutzig oder hässlich zu machen.
Nach dem Spiel war sein Trikot komplett mit Schlamm beschmiert.
In dieser Bedeutung bezieht sich die Substanz meist auf Farbe, Sprühlack oder Schrift. Typische Objekte sind Wände, Mauern, Züge oder Denkmäler.
Leider wurde die frisch gestrichene Wand über Nacht mit Graffiti beschmiert.
„schmieren“ und „beschmieren“ haben beide mit unordentlichem Auftragen oder Verteilen zu tun. „schmieren“ kann neutral sein, zum Beispiel Butter aufs Brot schmieren, oder negativ, wenn etwas unsauber geschrieben oder gemalt wird. „beschmieren“ klingt meistens negativ: Eine Fläche wird schmutzig, klebrig oder unerwünscht bemalt. Besonders bei Wänden, Tischen oder Türen ist „beschmieren“ natürlicher, wenn dadurch etwas verunstaltet wird. Lernende können die Wörter verwechseln, weil beide eine ähnliche Bewegung beschreiben. Wichtig ist: „beschmieren“ betont stärker das schlechte Ergebnis auf der Oberfläche.

Am Abend haben Unbekannte die Wand am Bahnhof beschmiert.
Zum Frühstück schmiert Lisa Butter auf ihr Brot.